Verein Ilmenaustadt und Stadtverwaltung tauschen sich über alternative Projekte zum See aus

Ideensuche nach dem Frust

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Der Ilmenausee – ein See, den es nie geben wird – sorgte für mächtig Zoff zwischen Befürwortern und Gegnern. Stadt und Verein Ilmenaustadt tauschen sich derzeit über neue Projekte aus, wie Uelzens Kernstadt weiter entwickelt werden kann.

Uelzen. Mit großem Getöse wurde der Ilmenausee vor fast auf den Tag genau zwei Monaten im Uelzener Stadtrat eingestampft. Das von den Befürwortern als Leuchtturmprojekt der Stadt bezeichnete Vorhaben war damit Geschichte.

Das musste vor allem der Verein Ilmenaustadt Uelzen erst einmal sacken lassen, handelte es sich bei dem See doch um das Kernprojekt, mit dem die Mitglieder Uelzens Innenstadt aufwerten wollten und auf dem alle weiteren Entwicklungen aufbauen sollten. Nach dem Frust und der Enttäuschung stellt sich der Verein nun die Frage: Wie soll es weitergehen?.

Henning Tiedge

„Die Frage muss nun sein: In welche Richtung geht es? Welche Alternativen gibt es?“, sagt der Vorsitzende des Vereins Ilmenaustadt, Henning Tiedge. „Grundsätzlich muss es weitergehen. Aber man muss natürlich gucken, was die Mitglieder wollen.“ Anfang der Woche gab es ein Treffen zwischen Vertretern des Vereins und der Stadtverwaltung. Mit dem Vorstand des Vereins haben Bürgermeister Jürgen Markwardt, Uelzens Erster Stadtrat, Florian Ebeling, und Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull darüber gesprochen, welche Alternativen es gibt.

Denn auch wenn der Ilmenausee kein Thema mehr ist: „Wasser in der Stadt könnte beispielsweise auch ohne die Realisierung eines Sees weiter verfolgt werden“, berichtet Ute Krüger von der Stadt Uelzen. Vorschläge, die die Verwaltung dazu macht, werden dann von den Mitgliedern des Vereins intern beraten. „Es liegt im Interesse der Hansestadt, dass die Bürgerinitiative weiterhin in Prozesse der Stadtentwicklung eingebunden wird.“

Eine außerordentliche Versammlung des Vereins Ilmenaustadt soll es in den kommenden Wochen geben.

Ziel ist es laut dem Vorsitzenden nach wie vor, Uelzens Kernstadt und vorrangig den Herzogenplatz weiterzuentwickeln – und vor allem aufzuwerten. „So, wie sich der Herzogenplatz derzeit darstellt, ist er kein gutes Aushängeschild für Uelzen“, findet Tiedge, dem vor allem der Müll ein Dorn im Auge ist. Zwar finde er es schön, dass sich viele junge Menschen auf dem Platz aufhalten. Doch einige würden nicht unbedingt durch gutes Benehmen glänzen. „Wenn der Platz aufgewertet wird, würde sich auch das Spiegelbild der Menschen, die es dorthin zieht, ändern, ist sich Henning Tiedge sicher.

Von Sandra Hackenberg

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