Vorwerker zum Vorsitzenden der Kreis-FDP gewählt / Aufbau von neuen Ortsverbänden

Hyfing folgt auf Fabel

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Der neue Kreisvorsitzende der FDP, Léonard Hyfing (5. von links), mit seinem Vorstandsteam und dem Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle (links). 

Uelzen/Landkreis. Generationenwechsel bei der FDP: Die Liberalen haben jetzt bei ihrem Kreisparteitag ein neues Vorstandsteam aufgestellt. Zum Nachfolger des langjährigen Kreisvorsitzenden Rainer Fabel wählten die Parteimitglieder den 31-jährigen Léonard Hyfing aus Vorwerk.

Der studierte Agrarwissenschaftler ist Mitglied des Kreistages, des Samtgemeinderates von Bevensen-Ebstorf und des Gemeinderates von Altenmedingen. Der Generationenwechsel ist laut Fabel jetzt geschehen, damit die neue Führungsmannschaft genügend Zeit hat, sich auf die nächsten großen Wahlen vorzubereiten. Er gehe aber noch nicht in Rente und bleibe nach wie vor politisch aktiv.

„Wir müssen die Menschen vor Ort überzeugen. Denn nur mit vernünftiger Arbeit vor Ort haben wir auch Erfolg“, sagte Hyfing. Dazu gehöre auch offener gegenüber Ideen und Themen zu sein, die aktiv aus der Region an die Partei herangetragen würden. Dazu gehöre auch eine höhere Präsenz in den sozialen Medien und vor Ort. Um dies zu gewährleisten, hat der Kreisparteitag empfohlen, die Zahl der FDP-Ortsverbände im Landkreis von bisher drei auf sechs zu erhöhen. Diese sollen sich an den Grenzen der Samtgemeinden, Uelzens und Bienenbüttels orientieren. Ziel sei es, in jeder Kommune präsent zu sein.

In der Fläche seien Digitalisierung und die Regulierungswut Themen, die die Menschen beschäftigten. Dort sei die Partei programmatisch gut aufgestellt. Mit einem Augenzwinkern meinte Hyfing zu Klischees über die FDP: „Wir sind nicht die Partei der Porschefahrer, sondern derer, die später mal Porsche fahren wollen.“

Auch die Große Koalition war Thema. „Der Anspruch der CDU ist: Merkel bleibt Kanzlerin. Das ist zu wenig“, sagte der Göttinger Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle, beim FDP-Kreisparteitag. Die Union habe keinen Gestaltungsanspruch mehr und auch keine programmatischen Ideen. So sei es bei der Digitalisierung nicht nur mit einem Netzaufbau getan, so Kuhle.

Von Lars Lohmann

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