Hundertwasserbahnhof als ICE-Halt

Neue Gleise, neue Schwellen, neuer Schotter: Den ganzen Sommer über baut die Bahn auf ihrer Nord-Süd- sowie der Ost-West-Achse. Archivfoto: Mahler

Uelzen. Die meisten Intercity-Züge gestrichen, stattdessen ICE-Stopps im Zwei-Stunden-Takt: Die Bahnstrecke Uelzen-Hamburg wird erneut für Monate zur Großbaustelle. Vom 1. Mai bis 29. Oktober ist die Strecke zwischen Lüneburg und Stelle nur eingleisig befahrbar. Die Deutsche Bahn baut ein drittes Gleis, erneut Weichen und erweitert den Lärmschutz. Für Uelzener Reisende bedeutet das: Andere Abfahrtszeiten, zum Teil längere Fahrtzeiten und bei Einzeltickets auch höhere Preise – aber auch um rund 30 Minuten kürzere Fahrtzeiten in Richtung Süden.

Für Stammkunden der Bahn sind die zahlreichen Veränderungen nichts Neues: Schon vergangenes Jahr hatte über Monate ein ähnlicher Baustellen-Fahrplan gegolten. Nun folgt der zweite Bauabschnitt für das dritte Gleis nördlich von Lüneburg, „und dann sind wir fertig“, versprach gestern Michael Körber, Fahrplan-Chef bei der Deutschen Bahn, gestern bei einer Pressekonferenz in Hannover.

Betroffen von den neuen Fahrzeiten sind insbesondere Pendler, die aus Uelzen oder Bad Bevensen Intercity-Züge nach Hamburg und Hannover nutzen. Denn während die Fahrplan-Abweichungen bei den meisten Metronom-Zügen nur wenige Minuten betragen, sind die ICs bis auf wenige Ausnahmen gestrichen. Während Fahrgäste mit Monats- oder Jahreskarten stattdessen die ICEs ohne Aufschlag benutzen dürfen, ist für Einzeltickets ein ICE-Aufschlag zu zahlen, der beim Fahrkartenkauf am Schalter, am Automaten oder im Internet schon berücksichtigt ist.

Sogar angenehm ist die Neuerung für Fernreisende: Von Uelzen aus kann man von Mai bis Oktober alle zwei Stunden in den ICE Richtung Göttingen, Würzburg und München steigen, das Umsteigen in Hannover, verbunden mit einer halbstündigen Wartezeit, entfällt.

Neu orientieren müssen sich für die sechs Monate Reisende nach Berlin, sofern sie nicht mit dem Eurocity Wawel am Morgen die einzige direkte Verbindung nutzen.

Denn da es auch zwischen Bielefeld, Hannover und Berlin umfangreiche Bauarbeiten gibt und die Fahrzeiten sich um bis zu 45 Minuten verlängern, könnte die Route über Hamburg schneller sein.

Alle Fahrplanänderungen sind in der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn unter www.bahn.de bereits enthalten, dazu gibt es ein kostenloses BahnBau-Telefon: 0800 599 6655

Von Thomas Mitzlaff

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