Mit dem Bahnhof auf Reisen / Mehr Übernachtungen

Hundertwasser-Bau ist weiter Aushängeschild für Uelzen

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Einmal war er bereits im Einsatz: Der neue Anhänger in Form des Uelzener Hundertwasser-Bahnhofs. Er ersetzt ein Vorgängermodell. Etwa 13 000 Euro hat die Hansestadt in den Werbeträger investiert, erklärt Anke Steffen.

Uelzen – Er wiegt gut 1500 Kilogramm, ist etwa vier Meter lang und zwei Meter breit: Die Hansestadt Uelzen hat, um weiter Touristen anzulocken, einen neuen Anhänger in Form des Hundertwasser-Bahnhofs anfertigen lassen.

Er ersetzt ein zehn Jahre altes Vorgängermodell, das unter dem Namen „Fridolin“ geführt wurde.

Dass weiter mit dem Hundertwasser-Bau für die Stadt geworben werden sollte, war schnell klar. „Der Bahnhof ist einmalig“, sagt Anke Steffen, Leiterin der Stadt- und Touristinformation. Mit dem Anhänger sind Touristiker aus der Stadt bei Fachmessen und Großveranstaltungen wie der Altonale oder dem internationalen Hansestag vertreten. Ein Einsatz, der sich – gemessen an den Tourismuszahlen – bezahlt macht.

In den zurückliegenden Jahren sind für die Hansestadt Uelzen steigende Übernachtungszahlen festgehalten worden. 2015 wurden 55 983 Übernachtungen gezählt. 2018 waren es bereits 68 709 Übernachtungen. Steffen ist wegen der Zahlen, die für das Jahr 2019 bisher vorliegen, zuversichtlich: „Die Chance ist groß, dass Uelzen erstmalig die Marke von 70 000 knackt.“

Angesichts der Entwicklung ist Steffen der Auffassung, dass in Uelzen ein weiteres Hotel durchaus Überlebenschancen hätte. „Es könnte bespielt werden.“

Wie es zu den steigenden Zahlen im Tourismus kommt, dazu gibt es keine Erhebungen, schildert die Leiterin der Stadt- und Touristinformation. Aus Gesprächen mit Touristikern und Gästen weiß sie aber: Uelzen wird immer wieder von Urlaubern als Ankerpunkt genutzt. Die Gäste übernachten in Uelzen, starten von hier aus zu Tagesausflügen in die Metropolen Hamburg oder Hannover. „Uelzen ist überschaubar, die Gäste kommen leicht ins Gespräch“, weiß Steffen. Das komme an.

Intensiviert haben Steffen und ihr Team die Bemühungen, was den Bustourismus betrifft. Es seien Touren entworfen worden, die den Bahnhof als Anlaufpunkt beinhalten. Wie berichtet, besuchten in den vergangenen Jahren immer weniger Touristen den Hundertwasser-Bau. „Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen, bei den Bustouren“, sagt Steffen. Eine Buchungssituation wie am ersten Weihnachtsfeiertag, für den Busse aus Hamburg, Rügen und Dresden angekündigt seien, mache ihr aber Hoffnungen. Man werde weiter für Uelzen werben – auch mit dem neuen Hundertwasser-Anhänger.

VON NORMAN REUTER

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