Forstamt will Wälder im Kreis stärken

Hubschrauber verstreuen Kalk

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Hubschrauber streuen ab Mittwoch über Uelzener Wäldern Kalk aus. Spaziergänger werden gebeten, keine Waldflächen zu betreten, über denen der Hubschrauber kreist.

dib Uelzen. Zur Stärkung der Wälder im Landkreis Uelzen wird ab nächstem Mittwoch aus Hubschraubern Magnesiumkalk auf Bäume gestreut. Der Kalk soll dem Boden Nährstoffe, die er durch sauren Regen verloren hat, wieder zurückgeben.

Außerdem soll die Kalkgabe für die nächsten fünf bis zehn Jahre als Puffer für weitere Säureeinträge aus der Luft wirken und somit das Ökosystem Wald stärken. Das kündigt das Forstamt Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen an.

Vom 10. September bis Mitte Oktober werden somit 4340 Hektar private Waldflächen gekalkt. Mit dem Hubschrauber werden pro Hektar drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht. Bei optimalen Flugbedingungen kann ein Hubschrauber bis zu 70 Hektar am Tag kalken, informiert das Forstamt. Die Aktion findet zum Großteil im Landkreis Uelzen statt. Insgesamt seien 35 verschiedenen Gemarkungen betroffen.

Die Maßnahme wurde von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Lüneburg für ihre Mitglieder beantragt und wird mit öffentlichen Mitteln aus dem Programm „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) finanziell gefördert. Für die fachliche Durchführung ist das Landwirtschaftskammer-Forstamt Uelzen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bezirksförstereien zuständig.

Das ausgebrachte erdfeuchte Material, das wie eine leichte Staubwolke aus einem Behälter unter dem Hubschrauber durch die Baumkronen auf den Waldboden rieselt, sei gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Kleidung kann aber gegebenenfalls dadurch verschmutzt werden. Waldbesucher werden für die Wochen gebeten, keine Waldflächen zu betreten, über denen ein Hubschrauber mit einem an Tragseilen hängenden Behälter kreist und Kalk ausstreut.

Anwohner in der Nähe von Waldflächen, in denen gerade gekalkt wird, sollten Fenster und Türen kurzzeitig schließen und keine Wäsche an der frischen Luft trocknen.

Gerade den sehr armen und trockenen Wäldern in der Region komme diese Stärkung besonders zugute. Zudem erwartet die Landwirtschaftskammer langfristig positive Effekte für die Sicherung der Trinkwasserqualität.

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