Kinder basteln Nisthilfen für Insekten im Nabu-Nest Oldenstadt

Ein Hotel für Bienen

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Stolz zeigen die Kinder vor dem großen Insektenhotel ihre Mini-Varianten, die sie in der Osterferienwoche gebastelt haben. 

sh Uelzen-Oldenstadt. Die kalten Temperaturen und das Schmuddelwetter können den Kindern nichts anhaben. Immer wieder geht es von der warmen Holzhütte, die auf dem Gelände des Nabu-Nests in Oldenstadt steht, nach draußen.

Denn die Sieben- bis Elfjährigen suchen „Baumaterial“ für ihre ganz besonderen Hotels. Wenn sie fertig sind, sollen darin aber keine Menschen leben, sondern Bienen. Jeden Tag in der vergangenen Osterferien-Woche haben die kleinen Insektenfreunde zusammen mit der Waldpädagogin Caroline Rothe an den Hotels gearbeitet.

„Wir haben hohle Äste gesammelt, in denen sich die Bienen verstecken können“, erklärt die zehn Jahre alte Leni. „Manche haben auch Bambus von zuhause mitgebracht.“ Aber man müsse aufpassen, dass die Hohlräume nicht zu breit sind.

Gerne legen Wildbienen ihre Eier auch in Harthölzern wie dem von Buchen oder Eichen ab, weiß Linus (8). „Jede Art mag ein anderes Holz.“ Um alles in den Holzhotels zu befestigen, haben sie das Innere mit Lehm ausgekleidet.

Nebenbei sind alle zu kleinen Insektenexperten geworden. „Ich weiß jetzt, dass alle Insekten sechs Beine haben“, erzählt der zehnjährige Marek, „und dass sie vier Flügel haben statt nur zwei“.

Aber wofür braucht es eigentlich Hotels für Insekten? „Damit sie nicht aussterben“, antwortet Franz (7) sofort, der bis zuletzt eifrig an seinem Hotel gearbeitet und dabei so viel Einsatz gezeigt hat, dass seine Hose voller Schlamm ist.

Die fertigen Hotels nehmen die Kinder mit und hängen sie zuhause auf. Dabei ist auch der Platz entscheidend. „Ihr müsst darauf achten, dass die Hotels geschützt und im Trockenen sind und viel Sonne abbekommen“, gibt ihnen Caroline Rothe mit auf den Heimweg. „Und dann könnt ihr beobachten, wie sich die Röhrchen verschließen.“

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