Junge Uelzener Filmemacher bei Aufnahmen zu Kinofilm „Liberty“ / „Profi“ ist angetan

Hollywood an der Ebstorfer Straße

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Kamera, Ton und Scheinwerfer, zahllose Darsteller und Requisiten: Bei den Dreharbeiten von CFT-Productions zu „Liberty“ im ehemaligen Kommissariat an der Ebstorfer Straße ist viel los. Nick Bittner, dreherfahrener Schauspielschüler (rechts), ist angetan.

Uelzen. „Drei, zwei, eins . . . Action!“ Auf das Kommando von Regisseur Luzian Massarrat stürzen sich die rund zehn Darsteller einer Fluchtszene immer wieder das Treppenhaus in ihrem „Versteck“ hinunter.

Vorbei am ausgeschlagenen Glas in den alten Holztüren im Altbau der Bereitschaftspolizei an der Ebstorfer Straße 6, der gestern die Kulisse für den Dreh ist.

Es ist der 16. Drehtag. Im Museumsdorf Hösseringen, einem Häcklinger Fabrikgelände, am Jastorfer See und im Uelzener Stadtwald hat das Team schon gedreht. Vor allem in den ersten zwei Wochen der Schulferien, die meisten in der Crew sind Schüler.

Die Stimmung ist gut. Gearbeitet wird konzentriert und ausdauernd. Licht, Ton, Kamera – es gibt viel, das schiefgehen kann, immer wieder korrigiert Luzian, indem er einem Darsteller beispielsweise vormacht, wie er laufen muss, damit er seinen gesamten Text vor der Kamera spricht, und nicht dahinter. „Das ist wie Bauch-Beine-Po“, scherzt eine Darstellerin, die wie die anderen immer wieder die Treppen zur Ausgangsposition zurückläuft.

„Liberty“ ist immer noch Arbeitstitel für das erste Spielfilmwerk der mehrfach ausgezeichneten Jungs von der Uelzener CFT-Productions, die mit diesem Werk über Gang-Auseinandersetzungen in einer fiktiven Welt einen weiteren großen Schritt in Richtung professionelle Filmproduktion machen möchten (AZ berichtete).

Auf einem guten Weg sieht sie dabei Nick Bittner. Der Kölner ist in der Domstadt noch Schauspielschüler, hat aber bereits bei den Aufnahmen zu Filmen von Bülent Ceylan und Florian Henckel von Donnersmarck mitgewirkt. Sowohl Ceylans „Verpiss dich, Schneewittchen“, als auch von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ werden demnächst erscheinen. Bittner, quasi der „Profi“ im Team, findet es „sehr gut, was die Jungs und Mädels auf die Beine stellen“. Licht und Ton seien „Hightech“, der betriebene Aufwand reiche an professionelle Sets heran.

Auch Dennis Becker, Regieassistent, sieht das Team auf einem guten Weg. Zwar seien Außenaufnahmen auch schon Starkregen zum Opfer gefallen, aber „eigentlich läuft es gut“. Lediglich der höhere technische Aufwand mit Surround-Soundaufnahme und Steady-Cam für mehr Bewegung im Film sorgten teilweise für längere Drehphasen, in denen insbesondere die Schauspieler, die gerade nicht eingesetzt sind, geduldig sein müssen. „Schauspieler werden immer gesucht“, appelliert Dennis an alle Interessierten. „Egal, ob sechs Jahre oder 90 – jeder ambitionierte Schauspieler lässt sich in den Film einbauen.“ Insbesondere am 23. September, an dem die größte Szene mit den meisten Darstellern in der Region gedreht werden soll.

Kontakt zum Team ist über www.cft-productions.de, per Mail an l.massarrat@cft-productions oder telefonisch über (0176) 81 52 12 07 möglich.

Von Steffen Kahl

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