Für Autos gesperrt

Holdenstedter Brücke künftig nur für Fußgänger und Radfahrer nutzbar

Die Brücke zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt ist für Autofahrer gesperrt.
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Die Brücke zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt ist baufällig und für Autofahrer gesperrt.
  • Daniel Bieling
    vonDaniel Bieling
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Uelzen-Holdenstedt - Was tun mit der Bahnbrücke zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt? Beton platzt an den Pfeilern ab, die Bewehrung rostet – der Abriss des rund 50 Jahre alten Bauwerks ist unvermeidlich. Ein Neubau soll her. Unklar war bisher, wer die neue Brücke benutzen dürfte.

  • Brücke zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt wird abgerissen.
  • Neubau nur für Fußgänger und Radfahrer nutzbar.
  • Neubau startet voraussichtlich im Sommer 2023.

Der gemeinsame Ortsrat der beiden Ortsteile Holdenstedt und Klein Süstedt sprach sich jetzt für eine Lösung aus: „Wir haben uns dazu entschlossen, eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke bauen zu lassen“, sagt Ortsbürgermeister Erwin Reitenbach. Autos und andere Fahrzeuge sind demnach nicht zugelassen. Mit fünf zu zwei Stimmen einigte sich der Ortsrat auf diese Variante. Damit soll im Wesentlichen die aktuelle Regelung bestehen bleiben: Bereits seit September 2020 ist die Brücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt, nachdem sie zwischenzeitlich komplett geschlossen war (AZ berichtete).

„Letztlich hat sich der Sportverein durchgesetzt“, erklärt Reitenbach. Der Sportplatz des SV Holdenstedt liegt auf dem direkten Weg zur Brücke. Dem Verein sei es ein Dorn im Auge gewesen, dass Autos dort entlang fahren, wo auch Kinder spielen, sagt der Ortsbürgermeister.

Er freue sich, dass auch künftig eine Querung des Bahnübergangs vorhanden sei. Dies sei auch wichtig für die beiden Ortsteile, sagt Reitenbach: „Holdenstedt und Klein Süstedt sind nicht voneinander abgeschnitten.“

Wirtschaftswege sollen besser befahrbar sein

Die Landwirte, die die Brücke nutzten, haben laut Reitenbach darüber hinaus angegeben, die Brücke nicht zwingend zu benötigen. Während Autofahrer vorwiegend künftig auf die K 8 ausweichen müssen, soll für die Landwirte und Rettungsfahrzeuge der Wirtschaftsweg zwischen K 8 und Brücke parallel östlich der Bahnlinie sowie ein Teil der Alten Celler Straße besser befahrbar gemacht werden.

Die Brücke befindet sich im Besitz der Stadt, die für Abriss und Neubau verantwortlich sein wird. „Die vorhandene Brücke ist gemäß letzter Brückenprüfung spätestens im Frühjahr 2022 abzubrechen“, berichtet Uelzens Stadt-Sprecherin Ute Krüger auf AZ-Anfrage. Ein Neubau könnte im Sommer 2023 erfolgen, sofern die erforderlichen Mittel im Haushalt 2021 von den politischen Gremien bereitgestellt werden. Einen gesicherten Zeitplan gebe es jedoch noch nicht.

Dabei gehen die Kosten für Abriss und Neubau voraussichtlich in die Millionen: Ersten Schätzungen zufolge kostet der Abbruch laut Krüger 1,3 Millionen Euro, während der Neubau einer Geh- und Radwegbrücke auf etwa 1,1 Millionen Euro kalkuliert wird.

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