Hoffnung auf großen Wurf

OttoLukat

Uelzen - Von Marc Rath. Europaweit wurde kurz vor Weihnachten ausgeschrieben, elf Interessenten reichten ihre Unterlagen ein. vier Investoren sind jetzt noch im Rennen: Die Diskussionen und Verhandlungen über die Bebauung des alten Marktplatz-areals und eine neue Nutzung des ehemaligen Tep&Tap-Komplexes an der Schuhstraße finden gemäß der strengen europäischen Vergaberichtlinien allesamt nicht öffentlich statt. Selbst die Zahl der noch im Rennen befindlichen Teilnehmer darf die Stadt nicht offiziell bestätigen.

Heute und morgen ist der Auftakt für die vorentscheidende Zwischenrunde. Nachdem die vier Bewerber der Politik kurz vor der Sommerpause ihre Konzepte für das neue Einkaufszentrum am Veerßer Tor und den kleinflächigeren Einzelhandelsangeboten in der Schuhstraße präsentiert haben, kommt jetzt jeder aus dem Investoren-Quartetts für einen halben Tag ins Rathaus. Die Spitze der Bauverwaltung und die von der Stadt mit der Abwicklung des Verfahrens beauftragte bbt+ Rechts- und Steuerkanzlei aus Hannover werden dann mit den Bewerbern jene Punkte durchgehen, bei denen Politik und Verwaltung sich nach den Präsentationen auf Nachbesserungsbedarf verständigt haben.

„Bei allen gibt es sehr gute Ansätze“, betont Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Jetzt gehe darum, jedem Investor darzulegen, wo er sein Angebot verändern oder verbessern müsse. Dafür wird den vier Bewerbern danach eine Frist von sechs Wochen eingeräumt.

Unmittelbar nach den Sommerferien soll Anfang August der Kommunalpolitik in einer nächsten Runde die überarbeiteten Versionen präsentiert werden. Scheele-Krogull schließt nicht aus, dass es noch eine zweite Nachbesserungsrunde geben wird. Die Erfahrungen aus anderen Wettbewerben sprächen dafür, sagen die Hannoveraner Berater der Stadt.

Am Ende dieser Phase soll der Stadtrat zwei Bewerber in die Endrunde schicken, mit denen dann konkrete Verträge ausverhandelt werden. Scheele-Krogull sieht das Verfahren weiter im Zeitplan. Der sieht vor, dass bis Anfang November ein Vertrag für das Millionen-Projekt abgeschlossen werden kann. Bürgermeister Otto Lukat (SPD) gibt sich „hoch zufrieden“ nach der ersten Vorstellungsrunde vor den Ratsmitgliedern: „Ich habe ein positives Gefühl.“ Der Rathauschef sieht „deutlich mehr als nur eine Lösung, die unseren Erwartungen mehr als entspricht“. Für beide Standorte gebe es wirtschaftlich tragfähige Konzepte, ist das Stadtoberhaupt überzeugt.

„Über einiges muss noch gesprochen werden“, fasst CDU-Fraktionschef Stefan Hüdepohl seine bisherigen Eindrücke zusammen. Eine endgültige Bewertung hält sich der Christdemokrat offen: „Ob es der große Wurf wird, bleibt abzuwarten.“

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