Hoffentlich...

. . . war er da nicht ein wenig vorschnell, der Uhlenköper. Vor ein paar Tagen nämlich, als das erste Mal so kräftig die Sonne nach einem gefühlt endlosen Winter schien, da hatte er zur Rosenschere gegriffen und sich im Garten ans Schnippeln gemacht.

Gräser und ausgefranste Büsche wurden gestutzt. Und unser Mann hat das Wühlen im Garten so richtig genossen – schließlich ist er seit Jahren schon der Meinung, dass genau dieses Arbeiten in und mit der Natur in gewisser Weise den Menschen – ihn zumindest! – erdet. Und nun das: Der Winter ist zurück. Mit aller Macht, mit Frost und Schnee und Eis. Und Uhlenköper macht sich nun schwere Vorwürfe, dass er seinen Garten auf dem Gewissen haben könnte. Denn bekanntlich mögen frisch geschnittene Pflanzen in der Regel keine klirrenden Minusgrade. . . Im Gegenteil – meistens ist das für sie ein Grund, sich in die ewigen Pflanzenjagdgründe zu verabschieden. Nun redet er sich schon seit dem Wintereinbruch ein, dass ja die Schneedecke durchaus auch isolierende, ja wärmende Wirkung haben könnte. Und alles in allem sind seine Pflänzlein auch recht robust und hart im Nehmen – schließlich gärtnert unser Mann mehr oder weniger nach Gefühl. Trotzdem: Er ist gespannt, was die Schneedecke am Ende des Winters freigibt in seinen Beeten, der Uhlenköper.

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