DGB-Studie: Anstieg um 20 Prozent und mehr

Höhere Mieten im Landkreis Uelzen

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Die Menschen müssen fürs Wohnen im Landkreis Uelzen tiefer in die Tasche greifen.

Uelzen/Landkreis – Auch wenn sich die Mieten in Metropolen auf anderen Niveaus bewegen – das Wohnen im Landkreis Uelzen ist in den letzten Jahren teurer geworden. Die Menschen müssen tiefer ins Portmonee greifen.

Eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Landkreis Uelzen die Mieten seit 2014 teils um 20 Prozent und mehr gestiegen sind.

Beispiel Stadt Uelzen: Hier stieg die Miete pro Quadratmeter in den Jahren von 2014 bis 2018 im Durchschnitt von 5 auf 6 Euro – „ein Anstieg von 20 Prozent“, wie der DGB-Kreisvorsitzende Jürgen Roglin festhält. Je näher die Orte in Richtung Hamburg liegen, umso höher fiel der Preisanstieg aus. In Bad Bevensen stiegen die Mieten laut Studie um 20,84 Prozent auf durchschnittlich 6,90 Euro und in Bienenbüttel um sogar 24,76 Prozent auf 6,50 Euro pro Quadratmeter.

Die Gewerkschaft macht sich angesichts der Entwicklung Sorgen. Für Senioren mit einer kleinen Rente und für Arbeitnehmer, die überschaubare Löhne erhalten, seien solche Mietsteigerungen eine Herausforderung, so Matthias Richter-Steinke, DGB-Regionsgeschäftsführer, im AZ-Gespräch. Wer mehr als 30 Prozent seiner Einkünfte in die Miete stecken muss, dem fehle Geld zum Leben. „Da wird sich dann etwas vom Mund abgespart“, so Matthias Richter-Steinke.

Der Regionsgeschäftsführer erwartet für den Landkreis Uelzen in den nächsten Jahren weiter steigende Mieten. So zukunftsweisend die Aufnahme des Uelzener Schienennetzes in den HVV-Tarif im Dezember sei, meint Richter-Steinke, so sehr würden sicherlich Menschen die Möglichkeit nutzen und von Uelzen aus in die Metropole pendeln.

Der zu erwartende Zuzug werde, so befürchtet er, die Mietpreise noch einmal steigen lassen.

VON NORMAN REUTER

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