Von Woche zu Woche

Ein frommer Wunsch

Bahnchef Rüdiger Grube auf diplomatischen Pfaden: Die Hinterlandanbindung soll nicht „durchgedrückt“ werden, vielmehr setzen Bahn und Bund auf einen Dialog mit den Bürgern, in dem gemeinsam die beste Lösung gefunden werden soll – für alle Beteiligten.

Das heißt nicht, dass am Ende alle mit einem Trassenverlauf einverstanden sind, aber die meisten. Wehret den Anfängen, fällt einem ein. Den Entscheidern sind wohl die Bilder der Demonstranten gegen das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ noch allzu präsent. Nicht ohne Grund wählte Grube gestern auch den Begriff der „Brandstellen“ in diesem Zusammenhang.

Norman Reuter

Den Weg, den Bahn und Bund gewählt haben, um unversehrt und auch zügig voranzukommen, hat aber Tücken. Schon der Start war holprig, in dem vereinbarte Kommunikationswege verlassen wurden, Politiker nicht nur Details bekanntgaben, sondern auch – wie Kirsten Lühmann – fordern, die Vorgehensweise noch einmal zu überdenken. Vielsagend in diesem Zusammenhang der Appell von Grube gestern. Themen wie die Y-Trasse eigneten sich hervorragend für die politische Instrumentalisierung. Gerade dies dürfe jedoch nicht geschehen, mahnte er, um den Dialog nicht zu gefährden.

Im Jahr der Bundestagswahl ein frommer Wunsch!

Von Norman Reuter

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