Uelzener Flugsportverein Cumulus lädt an Himmelfahrt zum Tag der offenen Tür ein

Der Himmel über Barnsen

Himmelsstürmer: Nicholas John Koch ist einer von vier Berufspiloten im Uelzener Flugsportverein Cumulus. Am Flugtag bietet er Rundflüge zum Selbstkostenpreis an. Foto: Privat

no Barnsen. Wenn an Himmelfahrt, Donnerstag, 17. Mai, gegen 10 Uhr die Motoren auf dem Flugplatz Uelzen zum Tag der offenen Tür warmlaufen, werden diesmal die turbogeladenen Sechszylinder-Boxermotoren einer „Seneca PA 34“ dabei sein.

Neben den Segel- und Motorflugzeugen des Uelzener Flugsportvereins Cumulus, dem Doppeldecker Antonov II und einem Hubschrauber steht die Maschine des US-amerikanischen Herstellers Piper Aircraft für Rundflüge zur Verfügung. Die beiden je 220 Pferdestärken starken Triebwerke bringen den Sechssitzer bei einer Reisegeschwindigkeit von rund 350 Kilometern pro Stunde auf bis zu 7000 Meter Höhe. Gesteuert wird die Seneca von einem Berufspiloten, der seine Karriere in Uelzen begann und dem Verein bis heute angehört: Nicholas John Koch.

„Als Kind war ich stets technikbegeistert, habe mit dem Flugmodellbau angefangen“, erzählt Koch. Sein Großvater flog schon bei der Royal Air Force, „vielleicht habe ich da auch was von in meinen Genen“. Als Teenager jedenfalls nahm der heute 37-Jährige an einem Schnupperwochenende des Uelzener Flugsportvereins teil. „Von da an war ich infiziert“, sagt er heute.

Mit 15 Jahren begann Koch seine Ausbildung als Segelflieger, wurde anschließend auch Motorsegler- und Motorflugpilot. Mit Mitte Dreißig machte Nicholas John Koch, der von seinen Fliegerkameraden kurz „Nick“ genannte wird, sein Hobby zum Beruf: Er erwarb in Hamburg die Lizenz für den Instrumentenflug, das Handwerkszeug zum beruflichen Fliegen und die Berechtigung für mehrmotorige Flugzeuge. Als Inhaber der Berufspilotenlizenz ATPL ist er heute für die Fluggesellschaft Air Berlin mit dem Airbus A 320 unterwegs. „Ich fliege innerdeutsche und europäische Routen, sowie nach Nordafrika und Russland“, beschreibt er seinen beruflichen Alltag.

Was für ihn den Reiz der Fliegerei ausmacht? „Es ist die Faszination, sich in einem Medium zu bewegen, das eine dreidimensionale Freiheit gewährt“, schwärmt Koch. Dabei sind die Flugvorbereitung oder auch der Umgang mit dem Wetter für ihn ebenso spannend wie das Fliegen selbst. „Natürlich ist das Kind in mir auch immer wieder begeistert von der Technik“, gesteht Koch.

Ob er mit großen Verkehrsflugzeugen oder kleinen Privatmaschinen unterwegs ist, „das Fliegen ist immer wieder toll“, findet „Nick“ Koch. Auch wenn der Piloten-Alltag „mitunter etwas stressig und ermüdend“ sei. Abenteuerlich sei ein Flug für ihn dann, „wenn etwas Neues auf mich zukommt“, wie etwa der Anflug auf einen ihm bisher unbekannten Flugplatz.

Ein besonderes Abenteuer war für den Himmelstürmer der Flug auf eine einsame dänische Insel: „Dort habe ich meiner heutigen Frau Anja einen Heiratsantrag gemacht“, erzählt er. Ob Koch die Gene seines Großvaters weitervererbt, ist allerdings noch nicht absehbar - erst Mitte April wurde seine Tochter geboren.

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