Politik berät zu Corona-Fonds: 50 000 Euro sind angedacht

Hilfspaket für Uelzener Vereine?

Sport, Kultur, Soziales – Wenn Uelzener Vereine durch die Corona-Pandemie in finanzielle Bedrängnis geraten, sollen sie eine Unterstützung bekommen. Ein Hilfspaket wird aktuell beraten.
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Sport, Kultur, Soziales – Wenn Uelzener Vereine durch die Corona-Pandemie in finanzielle Bedrängnis geraten, sollen sie eine Unterstützung bekommen. Ein Hilfspaket wird aktuell beraten.

Uelzen – Uelzener Vereine sollen eine finanzielle Unterstützung durch die Hansestadt Uelzen bekommen, wenn sie durch die Corona-Pandemie und deren Folgen in Bedrängnis geraten sind. Das ist eine Idee, die die Stadtpolitik zurzeit diskutiert.

Eine Entscheidung, ob das Hilfspaket kommt, soll im Juli getroffen werden.

Nach ersten Plänen soll ein Verein einen Betrag von maximal 3500 Euro bekommen. Wie Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt erläutert, werde es eine finanzielle Unterstützung in jeden Fall aber nur dann durch die Stadt geben, wenn andere Hilfsangebote durch das Land oder den Bund bereits ausgeschöpft worden seien und die Vereine sich dann noch immer in einer misslichen Lage befinden würden.

Erste Überlegungen zu einem Hilfspaket hatte Bürgermeister Jürgen Markwardt bereits im Frühjahr geäußert. Den jetzt gestellten Antrag dazu hat die SPD im Stadtrat formuliert. Fraktionsvorsitzender Klaus Knust gegenüber der AZ: „Die Vereine sind in eine Situation geraten, die sie nicht zu verschulden haben. Wir wollen Solidarität mit ihnen zeigen.“

Im Uelzener Stadtgebiet gibt es allein mehr als 50 Sportvereine. Das Programm soll sich aber nicht nur auf sie beschränken, wie Stadtoberhaupt Jürgen Markwardt berichtet. Auch Kultur- und Sozialvereine könnten Beträge aus dem Hilfspaket bekommen.

50 000 Euro sind als städtischer Hilfsfonds angedacht. Dieser Betrag kann nach Auskunft von Jürgen Markwardt auch unter den erschwerten finanziellen Bedingungen für die Stadt gestemmt werden. Wie berichtet, fließen durch die Corona-Krise weniger Gewerbesteuern, die Kämmerei rechnet auch fest damit, dass der Einkommensteuer-Anteil, der für dieses Jahr nach Uelzen fließen wird, geringer ausfällt.

Wie Klaus Knust berichtet, habe der SPD zunächst ein Betrag von 100 000 Euro als Hilfspaket für die Vereine vorgeschwebt. Die 50 000 Euro seien ein Vorschlag der Verwaltung. „Das Ganze ist jetzt ein Anstoß. Vielleicht müssen wir bei einem entsprechenden Bedarf noch einmal nachlegen“, so Knust.

Wie Jürgen Markwardt sagt, habe es in den vergangenen Wochen immer wieder Gespräche der Verwaltung mit Vereinen zu deren Situation gegeben. Das jetzt angedachte Hilfspaket in seiner Höhe und Gestaltung sei auch Ergebnis dieser Gespräche.

VON NORMAN REUTER

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