Praxistag in Lüneburg gibt Haupt- und Ehrenamtlichen Anregungen

Hilfen für den Gottesdienst

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Elke Göke aus Wolfsburg.

Uelzen. Der Gottesdienst ist der Mittelpunkt des christlichen Gemeindelebens. Um ihn ging es am Samstag beim gut besuchten Sprengelpraxistag.

Dieter Rathing, Landessuperintendent des Sprengels Lüneburg, begrüßte über 300 Frauen und Männer aus diesem Einzugsbereich in der Uelzener St. Marien-Kirche. Sie alle arbeiten am Gottesdienst mit – vom Kirchenvorsteher oder Kirchenmusiker bis hin zum Diakon und Prädikanten. Drei Viertel von ihnen übrigens ehrenamtlich.

Rathing.....„Der Gottesdienst lohnt jedes Engagement. Wir möchten mit diesem Praxistag Anregungen und Hilfen anbieten, um Gottesdienste noch lebendiger, vielfältiger und spiritueller zu gestalten“, sagte Dr. Jochen Arnold. Der Theologe und Kirchenmusiker ist Leiter des Michaelisklosters in Hildesheim, des Evangelischen Zentrums für Gottesdienst und Kirchenmusik.

Was wird von einem Gottesdienst erwartet? Arnold berief sich auf eine aktuelle Umfrage unter Kirchenmitgliedern. Demnach soll ein Gottesdienst vor allem eine gute Predigt enthalten, Zuversicht vermitteln, Themen der Gegenwart verhandeln und ein Gefühl der Gemeinschaft mit anderen vermitteln.

Arnold: „In einem Gottesdienst geschieht Darstellung und Mitteilung der Menschenfreundlichkeit des dreieinigen Gottes. Glaube wird geweckt und vergewissert, Gemeinschaft gestärkt und Gottes Name gelobt.“

Ins Detail führten zwölf Workshops. Neben musikalischen Aspekten ging es dabei auch um neue Gestaltungsformen für das Abendmahl oder den Bibliolog, einer Methode der interaktiven und ganzheitlichen Bibelauslegung in Gruppen.

Elke Göke, Kirchenvorsteherin aus Emen bei Wolfsburg, war schon einmal auf einem Sprengeltag und hat auch da schon viele Anregungen mitgenommen. Als ersten Workshop wählte sie „Das Angesicht Gottes im Zeitalter von Facebook“ unter Leitung von Pastor und Gottesdienstberater Stephan Jacob. Dabei ging es jedoch nicht um das digitale Facebook, sondern darum, wie das Angesicht Gottes face to face beim Segen Gottes leuchten kann. Etwa ganz spürbar beim Konfirmationssegen.

Zum Landesposaunenwart Ulf Pankoke zog es Götz Osterat aus Celle. Ideen, die Musik der Bläser im Gottesdienst verstärkt einzubinden, bekam der Posaunenchorleiter reichlich.

Wahrlich kein Null-acht-fünfzehn-Gottesdienst bot sich am Schluss.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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