Heute ist Schulanfang / Polizei Uelzen mahnt zu großer Vorsicht an den Schulen

Sicher ist besser

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Der siebenjährige Rafael aus Oldenstadt kommt am Sonnabend zur Schule und weiß schon, wie man sich am Zebrastreifen richtig verhält. Für ihn und viele weitere Abc-Schützen beginnt dann der „Ernst des Lebens“ – und die Zeit der Schulwege.

Uelzen/Landkreis. Die Sommerferien sind vorbei, für viele Hundert Schüler in Stadt und Kreis beginnt heute wieder die Schule. Und auch die Abc-Schützen stehen in den Startlöchern: Sie starten am kommenden Sonnabend in den gern zitierten „Ernst des Lebens“.

Damit vor allem die Neulinge in den Grundschulen sicher zur Schule und wieder nach Hause gelangen, startet nicht nur das Land Niedersachsen die Aktion „Zu Fuß zur Schule – aber sicher!“ für Erstklässler. Auch Frank Dreyer, Kontaktbeamter der Uelzener Polizei, wird die Situation an den ersten Schultagen in der Stadt Uelzen mit Argusaugen beobachten.

Neuralgische Punkte im Stadtgebiet gibt es diesbezüglich gleich mehrere. Zum Beispiel an der Hermann-Löns-Schule mit der Ampelanlage an der Kreuzung Esterholzer Straße/Heinrich-Meyerholz-Straße. „Dort werden wir verstärkt stehen und vor allem überwachen, wie die Kinder die Straße überqueren“, kündigt Dreyer an. Während der Schulzeit gilt darüber hinaus in diesem Bereich der Esterholzer Straße Tempo 30. Also wird der Kontaktbeamte nicht nur das Verhalten der Schulkinder im Blick haben, sondern auch die Geschwindigkeit der Autos.

„Manchmal genügt es schon, wenn da jemand von uns in Uniform steht“, schmunzelt Frank Dreyer. Doch auch ohne die Anwesenheit von Polizisten müssen sich alle Verkehrsteilnehmer vorschriftsmäßig verhalten. Und damit das gelingt, sind auch die Eltern gefragt. Denn nicht selten seien sie es, die achtlos seien, „wild“ vor Schulen parkten und keine guten Vorbilder abgäben.

Neben der Hermann-Löns-Schule müssen Autofahrer in den kommenden Tagen auch an der Grundschule in Holdenstedt sowie an der Grundschule in Westerweyhe aufpassen; Letztere liegt in einem Kurvenbereich. Dreyer rät Eltern hier, den Kindern beizubringen, lieber ein paar Schritte weiter zu gehen, um in einem besser einsehbaren Bereich die Straße zu überqueren.

Auch Uwe Kalischefski von der Straßenverkehrswacht Uelzen gibt zu bedenken, dass der sicherste Weg zur Schule nicht immer der kürzeste sei, aber sicher der beste. Außerdem empfiehlt er Eltern einen Rollentausch, damit sie sich von ihrem Kind zur Schule lassen führen und sich erklären lassen, was es dabei sieht und tun möchte.

Bei der Grundschule in Oldenstadt ist ebenfalls erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Denn manche Kinder müssen auf ihrem Schulweg die Bundesstraße 191 überqueren. Und trotz der Ampelanlage sei das nicht so ganz ohne, sagt Uelzens Kontaktbeamter. Manche Autofahrer nehmen es nämlich mit dem roten Ampelsignal nicht so genau. Kinder sollten an dieser Stelle deshalb so lange warten, bis sie sich wirklich sicher sind, die Straße gefahrlos überqueren zu können.

All dies und vieles mehr hat Frank Dreyer bereits mit vielen der Knirpse geübt – als die nämlich noch Kindergartenkinder waren. Doch auch in den Grundschulen hat er Informationsmaterial verteilt und Verantwortliche in den Schulen bei Aktionen unterstützt – wie dem Besprühen von neuralgischen Bereichen im Straßenverkehr mit Signalfarbe.

Von Ines Bräutigam

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