Ab heute Fußgängerzone

Die Veerßer Straße wird zur Fußgängerzone.

Uelzen - Von Marc Rath. Unmittelbar mit dem Ende des Stadtfestes gibt es heute in der Stadt eine umfassende Verkehrsänderung: Für ein Jahr wird die Einrichtung einer Fußgängerzone in der Veerßer Straße zwischen Altem Rathaus und Turmstraße erprobt.

Lediglich der Lieferverkehr kann dort die Anlieger-Geschäfte noch direkt anfahren – morgens bis 10 Uhr und zwischen 14 und 15 Uhr (an Markttagen 15 bis 16 Uhr). Von den Marktstraßen kommend ist die Veerßer Straße ab dem Alten Rathaus nicht mehr befahrbar. In Gegenrichtung gilt ab der Einmündung Ringstraße nunmehr Einbahnstraßenverkehr bis zur Turmstraße. In diesem Zug erlaubt die Stadt hier auf der linken Seite das Querparken wo bisher Längsparken erlaubt war. Längsparken ist jetzt in dem Abschnitt auf den ersten Metern möglich, wo es bislang ein Parkverbot gab. Dieses gilt weiterhin auf der zum Herzogenplatz liegenden rechten Seite.

Die genaue Ausschilderung soll in den nächsten Tagen erfolgen, kündigt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull an. Die Schilderfirma habe derzeit Lieferprobleme. Die neue Regelung war erst vor zwei Wochen mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit vom Stadtrat beschlossen worden. Beim heutigen Start der Testphase gebe es daher „noch nicht das komplette Programm“, sagt Scheele-Krogull. Er hofft darauf, dass dies in vier bis fünf Wochen der Fall ist.

So gibt es zunächst entgegen der Diskussion in den Ausschüssen auch ein Durchfahrverbot für Radfahrer in der Zeit von 10 bis 18 Uhr (an Markttagen ab 6 Uhr). Scheele-Krogull spricht von „gedämpfter Freigabe“, kündigt aber an, dass nach weiteren Klärungen das Durchfahrverbot für Radfahrer wieder gelockert werden soll.

Den bisherigen Betreibern von Außengastronomie in der Veerßer Straße bietet die Stadt an, die Flächen an Tagen ohne Wochenmarkt in die bisherige Fahrbahnfläche auszuweiten. „Die zusätzlich genutzte Fahrbahnfläche wird bis zu der Größe der gebührenpflichtig genutzten Fläche der Mehrzweckstreifen unentgeltlich zur Verfügung gestellt“, lautet die Formel für die Erprobungsphase. Und: „Weiteren möglichen Betreibern“ von Außengastronomie soll „das selbe Angebot“ unterbreitet werden, hat die Verwaltung festgelegt. Bislang signalisierte erst der Betreiber des griechischen Lokals, dass er davon Gebrauch machen will.

Der Baudezernent geht davon aus, dass das Fußgängerzonen-Angebot schrittweise wachsen wird. Dazu gehören auch die Bänke, die die Stadt im Zuge der Wochenmarktverlegung in den Marktstraßen herausgenommen hat und die – neu aufbereitet – in der Veerßer Straße wieder einen Platz finden werden. Der Stadtplaner kündigt auch mehrere Spielangebote für Kinder an, mit der die Aufenthaltsqualität in dem neuen Abschnitt der Fußgängerzone gesteigert werden soll.

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