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Herzogenplatz wird symbolisch zum „Platz der Kinderrechte“

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Von: Theresa Brand

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Tafel zum Platz der Kinderrechte
Die zehn wichtigsten Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonventionen sind auf dieser Tafel symbolisch dargestellt. Gestaltet wurde diese von der Klasse 3b der Lucas-Backmeister-Schule. © Theresa Brand

Der Herzogenplatz hat einen zweiten Namen bekommen und dazu eine Tafel mit den wichtigsten Kinderrechten. Diese wurde im vergangenen Jahr von Schülerinnen und Schüler gestaltet.

Endlich ist es so weit: Die Tafel mit den zehn wichtigsten Kinderrechten vor dem Rathaus der Hansestadt wurde am gestrigen Freitag enthüllt. Schon am 20. November vergangenen Jahres sollte der Herzogenplatz am Weltkindertag symbolisch zum „Platz der Kinderrechte“ umbenannt werden. Dies hatte der Rat der Hansestadt Uelzen 2021 auf Antrag der SPD-Fraktion und Initiative des Kinderschutzbundes Uelzen beschlossen, doch die Veranstaltung musste coronabedingt ausfallen (AZ berichtete).

„Eigentlich ist es fast ein Skandal, dass wir erst 2022 einen Platz der Kinderrechte einweihen“, gibt Bürgermeister Jürgen Markwardt zu. Kinder sind an diesem Freitag aber kaum anwesend, obwohl sie eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten. Schließlich hatten sie im vergangenen Jahr die Kinderstadtwette gewonnen, bei der eine Tafel mit den Kinderrechten gestaltet werden sollte. Insgesamt beteiligten sich mehr als 200 Kinder und sendeten 15 Entwürfe ein. Das Werk der Klasse 3b (Pinguin-Klasse) der Lucas-Backmeister-Schule Uelzen wurde zum Gewinner gekürt und ist ab sofort am Herzogenplatz zu sehen.

Für die Enthüllung der beiden Schilder am Herzogenplatz müssen dann alle mit anfassen: Um die Abdeckung zu entfernen, ziehen alle Anwesenden an einem Seil und auf Kommando fallen auf beiden Seiten die Hüllen. Im Anschluss wird dann die Tafel mit den Kinderrechten eingeweiht.

Auch der Vorstand des Kinderschutzbundes Uelzen ist zur Enthüllung der Tafel gekommen. Der erste Vorsitzende Gabriel Siller erklärt in seiner Rede eindrücklich, dass es wichtig sei, die Kinderrechte festzuhalten und zu respektieren. Der Kinderschutzbund setze sich besonders dafür ein, dass diese Rechte endlich in das Grundgesetz aufgenommen werden. Ein weiterer Punkt sei die Grundsicherung für Kinder. Außerdem sei es in Zeiten wie diesen, in der in der Ukraine täglich Kinder Gewalt, Missbrauch und Tod erleben würden, entscheidend, allen Kindern das Recht auf Schutz und Unterstützung zu geben. Siller sagt: „Der Kinderschutzbund ist für alle da, egal woher sie kommen, wie sie aussehen und ob sie gut in der Schule sind!“

Um die kreativen Köpfe hinter der Tafel zu feiern, hat sich Jürgen Markwardt noch etwas Besonderes einfallen lassen. In der kommen Woche lädt er alle Kinder aus der 3b zum Eisessen ein. Die übrigen Einsendungen werden vom 17. Mai bis 10. Juni in der Stadtbücherei ausgestellt. Auch ein Gruppenangebot zu Kinderrechten wird angeboten.

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