Erkrankungen im Heidekreis und in Lüneburg / Gesundheitsamt rät zur Impfung von Risikopatienten

Hepatitis-A-Welle in den Nachbarkreisen

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dib/dpa Uelzen. Eine Hepatitis-A-Welle breitet sich derzeit vom Heidekreis auf sechs Landkreise in Niedersachsen aus. Im Kreis Uelzen sind noch keine Fälle aufgetreten, berichtet Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg.

Die Erkrankung sei relativ selten, erklärt der Amtsleiter, ein bis zweimal pro Jahr würden Fälle auch in dieser Region auftreten. „Hepatitis A verläuft nicht so schwer, in den meisten Fällen heilt sie aus und verläuft nicht chronisch“, erklärt Wermes. Daher werde auch nur Risikopatienten eine Impfung gegen diese Erkrankung empfohlen, beispielsweise Mitarbeitern im Klärwerk, Kindergärten und Altenheimen. Wenn allerdings bereits etwa in einer Kindergartengruppe ein Fall aufgetreten sei, könne auch noch eine Impfung noch dazu führen, dass die Hepatitis A leichter verlaufe.

Im Gegensatz dazu rät er grundsätzlich zur Impfung gegen Hepatitis B, eine Gelbsucht, die in zehn bis 15 Prozent der Fälle zu Leberzyrose und bei drei Prozent der Erkrankten zu Leberkrebs führt, sagt Wermes.

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Das niedersächsische Gesundheitsministerium vermutet als Quelle für die Hepatitis-A-Infektionen eine Bäckerei im Heidekreis. Die meisten Fälle sind bislang aus der Umgebung von Walsrode gemeldet worden. Während es im Heidekreis bis gestern 37 Erkrankte gab, waren im Kreis Verden 17 gemeldet worden. Neben zwei Fällen im Kreis Lüneburg ließen sich auch drei Einzelfälle aus den Kreisen Rotenburg, Hameln-Pyrmont und Nienburg mit der Bäckerei in Verbindung bringen, erklärte Sprecher Thomas Spieker vom Gesundheitsministerium: „Damit sind wir zuversichtlich, dass eine überregionale Ausbreitung nicht mehr zu befürchten ist.“

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