Heißer Sonnabend beim Metronom

Advents-Einkäufer und Fußball-Hochsicherheitsspiel: Eisenbahngesellschaft will bei Gewalt durchgreifen

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Zerstörungswut in einem Metronom-Zug.

tm Uelzen. Es ist eine Konstellation voller „Sprengstoff“ – und sie sorgt für Alarmstimmung bei Sicherheitskräften: Auf der einen Seite hunderte Familien, die zum Einkaufen am ersten Adventswochenende nach Lüneburg oder Hamburg fahren, dazu Fußballfans auf dem Weg zu einem Hochsicherheitsspiel – und das alles in knüppelvollen Zügen.

Diese Situation stellt sich am heutigen Adventssonnabend der Polizei, den privaten Sicherheitsdiensten und dem Personal des Metronom auf den Strecken Uelzen-Hamburg und Hamburg-Bremen. Und ungewöhnlich ist die Ankündigung der Uelzener Eisenbahngesellschaft für den Fall der Fälle: Sollte es kritisch werden, würden die Züge stehenbleiben.

Schon an „normalen“ Sonnabenden platzen die blau-gelben Doppelstockwagen aus allen Nähten, wenn sie tausende Fahrgäste zwischen Uelzen und Hamburg transportieren. Der Advent bringt weitere Menschen auf die „Schiene“ und in Bremen wird um 15.30 Uhr das Nordderby Werder Bremen gegen Hamburger SV angepfiffen. Beide Fangruppen sind sich spinnefeind. Deshalb arbeiten der Metronom und der HSV beim Thema Sicherheit erstmals eng zusammen (AZ berichtete). So stellt der Verein selbst 50 Ordner des vereinseigenen Sicherheitsdienstes bereit, der beim Aus- und Einstieg präsent ist und auch mitfährt. Dazu hat der Metronom 50 Sicherheitsleute im Einsatz.

„Wir geleiten die Fans zum Einstieg und achten darauf, dass die Züge nicht überfüllt sind. Während der Fahrt achten wir gemeinsam mit dem HSV darauf, dass es nicht zu Ausschreitungen kommt“, erklärt Metronom-Sprecher Björn Pamperin. „Sollte es auch nur im Geringsten zu Ausschreitungen oder Gewalt kommen, beenden wir die Fahrt und die Fans erleben das Spiel nicht.“

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