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„Heimvorteil“ beim Baugrund? Ortsrat Molzen hofft auf Bevorzugung

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Von: Lars Becker

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Die elf Neubauten werden Hausnummern in der Straße „Am Kirchplatz“ erhalten. Die Vergaberegeln werden im Rat beschlossen.
Die elf Neubauten werden Hausnummern in der Straße „Am Kirchplatz“ erhalten. Die Vergaberegeln werden im Rat beschlossen. © Lars Becker

Es dauerte keine 60 Sekunden, bis die Entscheidung so gefallen war, wie sie die AZ angekündigt hatte: Die Straße, die durch das Molzener Neubaugebiet führen wird, erhält den Namen „Am Kirchplatz“. Der Ortsrat Masendorf/Molzen/Riestedt votierte im Beisein von rund 30 Bürgerinnen und Bürgern im Landgasthaus Rehn einstimmig für diese Bezeichnung.

Uelzen-Molzen – „Wir hatten bestimmt 25 Vorschläge, den letzten habe ich heute bekommen. Aber unsere drei Favoriten gab es in Uelzen alle schon – deshalb wird es jetzt wenig spektakulär der Name ,Am Kirchplatz‘. Das dürfen wir ja auch mal ganz alleine entscheiden“, sagte Ortsbürgermeister Henning Gröfke (CDU).

Was der Ortsrat nicht entscheidet, ist der Vergabeprozess der elf Grundstücke. Allerdings hat das Gremium sehr wohl Vorstellungen für das Prozedere, die über den Vorschlag der Stadtverwaltung hinausgehen.

Vermietungsverbot für erste fünf Jahre soll fallen

Ergänzend zur Beschlussvorlage der Verwaltung wurde beantragt, Kaufinteressenten aus Masendorf, Molzen und Riestedt noch vor der geplanten Verlosung der Grundstücke zu bevorzugen. Desweiteren soll das von der Stadt angedachte Vermietungsverbot für die neuen Häuser in den ersten fünf Jahren nach Bezugsfertigkeit nicht zum Tragen kommen.

Zuvor hatte Sebastian Buhr für die Verwaltung vor allem erklärt, wie man bei der Grundstücksvergabe für Chancengleichheit einerseits und auch dafür sorgen wolle, dass selbstgenutztes Eigentum entsteht.

Rat der Hansestadt entscheidet über Vergabe

Buhr kündigte an, prüfen zu lassen, ob tatsächlich Bürger aus den drei Ortschaften bevorzugt werden dürfen. Falls das rechtlich nicht geht, soll das Vorgriffsrecht für den gesamten Bereich der Hansestadt gelten. Auf der Vormerkungsliste der Stadt kämen aber ohnehin die meisten Bewerber schon aus Uelzen, so Buhr.

Nach Bau- und Verwaltungsausschuss entscheidet abschließend der Rat der Hansestadt über die Regularien der Vergabe. Ob das am 11. Juli schon passiert, ist noch offen. Die Vergabe der elf Grundstücke soll so schnell wie möglich nach den Sommerferien stattfinden.

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