Neues Museum wird erst später öffnen

Heimatverein Uelzen hat Pläne für 2020: Sonderschau zum Stadtjubiläum

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 Das Stadtmodell wird wie auch geschichtliche Funde eine Rolle spielen.

Uelzen – Der Museums- und Heimatverein will Geschichte und Geschichten der Region neu erzählen – in der Uelzener Innenstadt.

Das geplante Museum in den Räumen der früheren Stadtsparkasse an der Bahnhofstraße ist allerdings ein gewaltiges Projekt, wie Otto Lukat, Vorsitzender des Vereins und Uelzens früherer Bürgermeister, festhält.

Zum 750. Geburtstag ist eine Sonderausstellung des Heimat- und Museumsvereins in den Räumen der früheren Stadtsparkasse geplant.

Mit Ausgaben von bis zu 800 000 Euro rechnet der Verein. Ohne Förderung sei das Projekt nicht zu realisieren, sagt Lukat. Anträge seien gestellt worden oder würden derzeit vorbereitet – an Fördersummen hänge es, wann die Dauerausstellung konzipiert und umgesetzt werden könne. Lukat geht derzeit von einer Eröffnung des Museums im Jahr 2022 aus. Zum 750. Geburtstag Uelzens im nächsten Jahr soll es dennoch ein Angebot in der Innenstadt geben.

Lukat kündigt eine Sonderausstellung zum Stadtjubiläum in den Räumen der früheren Stadtsparkasse an. „Zurzeit bereitet der Verein in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv sowie der Archäologie diese Ausstellung vor“, so Lukat. Ob nun Einwohner oder Besucher, sie sollen die Geschichte der Stadt nähergebracht bekommen – unter anderem mithilfe geschichtlicher Funde und eines Stadtmodells, das Uelzen vor dem verheerenden Brand von 1646 zeigt.

Parallel zu den Planungen für die Sonderausstellung hat der Verein das neue Museum im Blick. In den erwarteten Kosten für das Museum stecken beispielsweise Projektstellen. In Zeiten der Digitalisierung soll Geschichtsvermittlung auch mithilfe von Technik stattfinden – die Apparate haben ihren Preis.

Der Verein baut auf die Fördermittel und freut sich darüber, dass die diesjährige Weihnachtstombola des Verkehrsvereins, wie berichtet, zugunsten des Museums veranstaltet wird. In den vergangenen Jahren war aus den Erlösen eine neue Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadtstraßen finanziert worden, nun sollen die Einnahmen in den Aufbau des innerstädtischen Museums fließen.

2019 feiert der Museums- und Heimatverein sein 90-jähriges Bestehen. Ein Heimatmuseum in Uelzen gibt es bereits schon länger, erste Ausstellungsräume wurden 1912 geschaffen. Derzeit werden Zimmer im Holdenstedter Schloss als Ausstellungsbereich genutzt. Der historische Bau wird nach einem Beschluss der Politik aber nun verkauft, was den Verein auch veranlasste, nach neuen Räumen zu suchen. Er verspricht sich durch die zentrale Lage auch eine höhere Besucherfrequenz.

Bei seinem Unterfangen hofft der Verein, so Lukat, auch noch auf weitere engagierte Bürger, die sich ehrenamtlich einbringen wollen. Jede helfende Hand sei willkommen, sagt der Vereinsvorsitzende.

VON NORMAN REUTER

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