Am Herzog-Ernst-Gymnasium bleiben in Ausnahmefällen ganze Klassen Zuhause

Heimarbeit in Sachen Schule

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In wenigen Ausnahmefällen können ganze Klassen des HEG einen Schultag Zuhause einlegen.

Uelzen. Es sei der Not geschuldet, sagt Gabriele Diedrich. Was die Schulleiterin des Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasiums (HEG) meint, ist ein so genannter „Home-Office-Day“ (Heimarbeit) für eine komplette Klasse.

Am vergangenen Donnerstag durfte sich eine Klasse der Schule am heimischen Schreibtisch der Schulbildung widmen. Grund: An diesem Tag habe akuter Lehrermangel geherrscht. Dass man so einen Tag für eine gewisse Anzahl Schüler einlege, sei die absolute Ausnahme, sagt die Schulleiterin. „Dass es solche Tage an unserer Schule gibt, ist mit den Konferenzen und Gremien abgestimmt“, sagt Diedrich.

Das „Instrument des Home-Office-Days“ gebe es am HEG schon lange, sagt die Pädagogin. In diesem Schuljahr habe man zum ersten Mal zu der Maßnahme gegriffen. Für Diedrich sei es eine Abwägungssache, ob man einen fachfremden Lehrer einsetze oder einen Kollegen, der die Klasse gar nicht kenne – oder, ob man die Kinder eben mit einem Paket von Hausaufgaben für einen Tag Zuhause lasse. Dies halte man in Ausnahmefällen für besser. Selbsredend würden die Aufgaben kontrolliert und jüngere Schüler, für die Zuhause keine Betreuung gewährleistet ist, könnten an einem „Home-Office-Day“ die Aufgaben unter Aufsicht im HEG erledigen.

„Das muss an einer Schule gewährleistet sein, wenn sie so einen Tag einsetzt“, sagt Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg. Vorab müsten die Eltern informiert werden. Auch sie betont den absoluten Ausnahmecharakter eines solchen Tages. Dass er existiere, sei mit der Rechtslage vereinbar, aber gehört habe sie davon bisher noch nicht, so Schöneich.

Von Jens Schopp

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