Einem Berufsstand geht der Nachwuchs aus

Hebammen gesucht im Landkreis Uelzen

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Noch sei die Versorgung mit Hebammen im Landkreis relativ gut, sagt Hebammen-Sprecherin Elmire Frick.

Uelzen/Landkreis. Noch sei die Hebammen-Versorgung relativ gut. Aber in den Sommerferien oder an Feiertagen könne es für Schwangere oder gerade niedergekommene Frauen mittlerweile schwierig werden, eine Geburtshelferin zu finden.

Diese Zustandsbeschreibung stammt von Elmire Frick, Sprecherin der Hebammen im Landkreis. Für Hausgeburten stehe im Landkreis Uelzen schon gar keine Hebamme mehr zur Verfügung.

Nicht wenige der knapp 20 Hebammen im Landkreis seien aus der Geburtshilfe ausgestiegen. Die Prämien für die Haftpflichtversicherung seien kaum noch zu bezahlen. Die Folgen spüre auch das Uelzener Krankenhaus. Im Helios-Klinikum (643 Geburten im vergangenen Jahr) sei mittlerweile auch eine Kraft aus Lüneburg im Einsatz.

„Es müssen manchmal eben auch mehrere Kolleginnen im Krankenhaus vor Ort sein, da mehrere Geburten gleichzeitig stattfinden“, sagt die Suhlendorferin. Zehn Hebammen sind freiberuflich im Uelzener Krankenhaus tätig, berichtet Kliniksprecher Thorsten Eckert. Manche von ihnen seien auch in Teilzeit beschäftigt, sodass sie eben nicht immer greifbar seien, weiß Frick. „Wir suchen händeringend Nachwuchs.“

Das ist ein Problem, das den Berufsstand derzeit umtreibt. Die Bewerberzahlen an den Hebammenschulen an Kliniken in Celle, Braunschweig oder Hannover seien seit Jahren rückläufig, so die Sprecherin der Geburtshelferinnen.

Das liege nicht an der Attraktivität des Berufes, sondern daran, dass die Schere zwischen Kosten und Einkommen seit Jahren auseinandergehe. „Unsere Einkommen können mit den ständig steigenden Kosten nicht mehr mithalten“, klagt Elmire Frick.

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