Verwaltungsausschuss der Arbeitsagentur fordert Standort-Erhalt / Blume: Wichtiges Signal

„Hauptsitz in Uelzen ansiedeln“

Was wird aus der Arbeitsagentur Uelzen? Der Geschäftsbezirk soll 2012 mit Lüneburg und Harburg fusionieren. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Der Hauptsitz der künftigen Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen soll in der Uhlenköperstadt eingerichtet werden. Dafür hat sich der Verwaltungsausschuss (VA) der Agentur Uelzen gestern Nachmittag in nicht-öffentlicher Sitzung ausgesprochen.

Wie berichtet, plant die Bundeszentrale für 2012 die Bildung einer Arbeitsagentur, deren Geschäftsgebiet die Kreise Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Harburg umfasst. Durch die geplante Erweiterung um Harburg „ergibt sich die Notwendigkeit, den Hauptsitz der neuen Agentur für Arbeit in Uelzen anzusiedeln, noch dringlicher. Handelt es sich doch beim Landkreis Harburg um einen – neben dem Landkreis Lüneburg – weiteren einwohner- und strukturstarken sowie ganz deutlich auf Hamburg ausgerichteten Raum“, heißt es im gestrigen Beschluss.

Der VA hat große Bedenken, dass beim Verlust des Hauptsitzes in Uelzen „die Probleme der ähnlichen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsstruktur der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg weiterhin Berücksichtigung finden und angemessene Lösungen gefunden werden“. Dazu sei die Entscheidungskompetenz der Geschäftsführung vor Ort notwendig.

Durch den Erhalt des Hauptsitzes in Uelzen könnten die Arbeitsmarkt-Probleme des dünn besiedelten ländlichen Raumes besser gelöst werden. „Dieses kann von einer Geschäftsführung am Hauptsitz in Lüneburg so nicht gewährleistet werden“, erklärte der VA. Zudem befürchtet er, dass in diesem Fall weitere Arbeitsplätze am Standort Uelzen verloren gehen und nach Lüneburg verlagert werden.

Kerstin Kuechler-Kakoschke, Leiterin der Agentur Uelzen, wollte sich gestern gegenüber der AZ nicht zum Votum des VA äußern. Eine Einschätzung aus persönlicher Sicht gab VA-Mitglied Heiko Blume: „Dieser Beschluss ist ein wichtiges Signal an die Regionaldirektion in Hannover und an die Bundesagentur. Es ist ganz wichtig, dass der Hauptsitz nach Uelzen kommt. Wir brauchen einen kurzen Draht der Leistungsempfänger und aller Akteure vor Ort zur Agenturleitung.“

Von Bernd Schossadowski

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