Selbstständig auch im Alter

Die Hansestadt Uelzen forciert ihre Wohnberatung und legt einen Wegweiser auf

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Seniorenservicebüro mit Wohnberatern: Petra Heinzel, Dörte Rosien, Hermann Hilmer, Werner Ludwig, Petra Meinardi und Sonja Haß (von links).

Uelzen – Die Hansestadt Uelzen geht verstärkt auf Senioren und deren Angehörige im ganzen Landkreis zu. Hintergrund ist das Wohnen im Alter. Es geht um Möglichkeiten, im Alter oder bei Beeinträchtigungen möglichst lang selbstständig zu Hause wohnen zu können.

„Wohnen ohne Barrieren – Maßnahmen zur Wohnraumanpassung“ heißt deshalb ein neuer Wegweiser, der in 3.000 Exemplaren nicht nur im Seniorenservicebüro der Stadt, der Stadtbücherei sowie in den Samtgemeinde-Rathäusern im Landkreis kostenlos erhältlich ist. Auch in den Praxen von Allgemeinmedizinern im ganzen Landkreis soll der Band ausgelegt werden.

Petra Heinzel, Leiterin des Seniorenservicebüros der Hansestadt, sagt: „Wir wollen, dass die Broschüre landkreisweit zur Verfügung steht.“ Heinzel hat Beratungsbedarf erkannt. „Wir stellen fest, dass das ein wichtiges Thema ist. Der Bedarf ist groß.“

Dabei bleibt es nicht nur bei dem Wegweiser, der in einer Art Rundgang durch die Wohnung, nützliche Tipps gibt, auch zur Finanzierung, sondern das Seniorenservicebüro kann auch auf vier ehrenamtliche Wohnberater zurückgreifen, die dann zum Hausbesuch anrücken.

Seit 2010 gibt es diese Einrichtung bereits. Mal halten die Berater Vorträge, wie es Petra Meinardi und Hermann Hilmer im Herz-und Gefäßzentrum (HGZ) in Bad Bevensen tun. Mal erlebt Bauingenieur Werner Ludwig, dass es um „30 Minuten Fachberatung vor Ort geht – und drei Stunden um die ganze Lebensgeschichte“.

Und Dörte Rosien, ausgebildete Architektin, weiß, dass es im Alter zuhause meist die Treppen und das Bad die wichtigsten Themen sind. Alle Wohnberater der Hansestadt raten überdies dazu, sich frühzeitig Gedanken zu machen. „Denn in der akuten Situation sind ja dann alle kopflos, wenn etwa der Ehemann im Rollstuhl aus dem Krankenhaus kommt“, weiß Petra Meinardi. „Wenn man neu baut, dann möglichst barrierefrei“, sagt Hilmer.

Die Vermittlung einer persönlichen Wohnberatung vor Ort übernimmt das Seniorenservicebüro der Hansestadt. Ansprechpartnerin und Beraterin ist dort Sonja Haß, Telefon (05 81) 80 06 287. Sie sagt: „Die Beratung kostet nichts und ist neutral.“

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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