Förderbescheid für Parcours eingetroffen

Hansestadt Uelzen: Dirt-Bike-Bahn wird in Oldenstadt realisiert

Dirt-Bike-Bahn in Oldenstadt.
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Hier entsteht die Dirt-Bike-Bahn in Oldenstadt; die ersten Arbeiten sind ausgeführt.
  • Michael Koch
    vonMichael Koch
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pm Uelzen-Oldenstadt. Gut geschützt, mit Helmen auf den Köpfen und Plastikschienen an den Beinen, stemmen sie sich in die Pedale, jagen über den lehmigen Boden hinauf und hinab.

Dann gibt es diese Momente: Die Reifen heben vom Boden ab, die Fahrräder springen über die Kuppen. So erleben Dirt-Biker ihre trendige Sportart, der in Uelzen jetzt Raum gegeben wird. Die Hansestadt erhält eine Förderung in Höhe von 57.000 Euro des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg für eine Dirt-Bike-Bahn. „Vor allem der unermüdliche Einsatz Jugendlicher hat dazu beigetragen, dass wir das Projekt jetzt umsetzen können. Ich freue mich, dass wir ein tolles, neues Freizeitangebot bieten können“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Angrenzend an das Sportzentrum am Oldenstädter See baut die Hansestadt nun auf einer 5.000 Quadratmeter großen Fläche eine öffentlich zugängliche Dirt-Bike-Bahn. Hier ist ein Waldstück Opfer des Borkenkäfers geworden. Nur noch vereinzelte, abgestorbene Bäume sind zu entdecken. Erste Arbeiten starten voraussichtlich bereits in der kommenden Woche: Der Boden wird in Vorbereitung auf die Bahn gefräst und von Baumstubben befreit. Wann genau der Bau des Parcours startet, steht allerdings noch nicht fest, da die Auslastung entsprechender Fachfirmen derzeit hoch ist. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Beginn der Bauarbeiten im Sommer.

An der Projektentwicklung waren in erster Linie die Schüler aus der Hansestadt Tamino Pohle, Melvin Miklis und David Ripke beteiligt, die mit ihrem Wunsch einer solchen Strecke an die Hansestadt Uelzen herangetreten sind. Sie haben Zeit und Energie in das Vorhaben gesteckt und Umfragen gestartet, um die Größe der Nutzergruppe abzuschätzen. Darüber hinaus ist es ihnen gelungen, Spenden einzuwerben. Gemeinsam mit der Hansestadt Uelzen haben sie ihr Projekt beim Zuschussgeber vorgestellt. Weitere Beteiligte am Prozess sind der Kreissportbund und der Postsportverein.

Die Planung und der Bau der Dirt-Bike-Bahn kostet rund 100.000 Euro. Neben der Fördersumme von 57.000 Euro rechnet die Hansestadt mit einer Spendeneinnahme in Höhe von insgesamt 5.000 Euro.

Dirtjump und Pumptrack – Geländeradeln kurz erklärt

Wie jede Sportart, so pflegt auch das Geländeradeln seinen eigenen Jargon: Die Strecke, die in Uelzen angelegt wird, umfasst Dirtjump und Pumptrack.

Auf verschiedene Dirtlines (Strecken), ausgehend von einem rund fünf Meter hohem Starthügel, wird das Gelände unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Die Könner fahren von der obersten Ebene der Startrampe ab und überspringen bis circa 1,70-1,50 m hohe Erdhügel. Die Rampen bestehen aus Stahl-und Holzkonstruktionen. Die Landung erfolgt auf der Erdbahn. Anfänger starten auf der untersten Ebene und überfahren oder überspringen Wellen aus reinen Erdkonstruktionen.

Der Pumptrack ist ein geschlossener Rundkurs mit Wellen und Steilkurven. Die Erdbahn wird so angeordnet, dass sie von Anfängern gut gemeistert werden kann.

Dirt-Bikes muten an wie ein Mix aus den Modellen BMX und Mountainbike. Der Rahmen fällt von der Gabel zum Sattel hin ab.

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