Handy wird zum Parkticket

Bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone noch ab diesem Jahr in Uelzen

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Künftig haben die Uelzener die Wahl, ob sie ihr Parkticket, wie bisher, am Automaten oder bargeldlos über eine App bezahlen. 

Uelzen. Was bereits in Bad Bevensen und vielen Großstädten alltäglich ist, soll bis zum Jahresende auch in der Hansestadt möglich sein: Parktickets können dann ganz ohne Bargeld über eine App auf dem Smartphone bezahlt werden.

Mit der App können sowohl Parktickets in Uelzen als auch in anderen Städten gekauft werden. „Es handelt sich um eine Plattform aus mehreren Anbietern“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Uelzen, Ute Krüger. „Der Nutzer kann selbst entscheiden, mit wem er seinen Parkvorgang abschließt.“ Die Kosten für das Ticket mit einem Mindestumsatz von 20 Cent und 1,30 Euro für eine Stunde bleiben laut Stadt erhalten. Pro Ticket kommt bei der App noch eine Gebühr hinzu, die, je nach Anbieter, bei circa 15 Cent liegt. Das macht das Bezahlen via App etwas teurer. Der Nutzer kann aber weiterhin wählen, ob er direkt am Parkscheinautomaten mit Hartgeld oder über die App bezahlt.

Der Vorteil der App: Die Parkdauer kann minutengenau abgerechnet werden, weil der Autofahrer dem Anbieter über sein Smartphone mitteilt, wann er den Parkplatz wieder verlässt. Die Gebühren werden monatlich abgerechnet. „Es gibt aber auch die Möglichkeit, Abos abzuschließen“, erklärt Ute Krüger weiter. „Diese liegen zwischen zwei und vier Euro je Anbieter pro Monat.“

Uelzens Stadtrat hatte die Einführung einer solchen Park-App bereits vor über zwei Jahren beschlossen (AZ berichtete), nachdem die Piraten/Bündnis21/RRP-Gruppe einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Seitdem hat die Verwaltung mit verschiedenen Anbietern gesprochen. Eingeführt wurde die bargeldlose Bezahl-Methode bislang aber nicht. In seiner jüngsten Sitzung hat Uelzens Stadtrat nun mehrheitlich beschlossen, das Bezahlen der Parktickets via App in die Gebührenordnung mit aufzunehmen. Einzig die WIR-für-Uelzen-Fraktion stimmte dagegen. „Wir sind nicht gegen die Einführung der Bezahlmöglichkeit über das Handy“, stellte Susanne Niebuhr klar. „Wir sind gegen jede Parkgebühr in der Stadt.“

Von Sandra Hackenberg

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