Skimming

Haft wegen Bank-Betrug - Fall in Uelzen

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Wegen „Skimming“ wurden zwei Männer verurteilt. Foto: aja

HILDESHEIM/UELZEN - Das Hildesheimer Landgericht hat am Freitag zwei Männer wegen der Beihilfe zur Fälschung von Scheckkarten verurteilt.

Mit diesen Scheckkarten hatten sie sich im vergangenen Jahr an Geld- und Fahrkartenautomaten unter anderem in Uelzen mit einer speziellen Technik die Daten von Hunderten Bankkunden verschafft, um von deren Konten Geld abzuheben.

Ein 32-jähriger Mann aus Rumänien wurde zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, sein zur Tatzeit 20-jähriger Komplize erhielt zwei Jahre Jugendstrafe. Sein Tatbeitrag sei nachrangig zu bewerten, so Richter Volker Heckemüller. Wegen deutlicher Reifeverzögerungen wurde der 20-Jährige nach dem Jugendgerichtsgesetz bestraft. Er hatte Schmiere gestanden, während der ältere Angeklagte an Scheckkartenautomaten in Gifhorn, Celle, Hannover, Gütersloh und auch bei der Sparda-Filiale in Uelzen die Umbauten vornahm.

Am 17. August 2013 hatten sich die beiden schon in den frühen Morgenstunden an der Gudesstraße zu schaffen gemacht und spähten innerhalb von etwa 18 Stunden die Kartendaten von 59 Bankkunden aus. Auf diesem Wege waren vergangenen Sommer von dem Duo tausende Daten ausgespäht worden, etwa 400 Datensätze wurden zur Verwertung gegen einen „Tatlohn“, so Heckemüller, von je zehn Euro an Hintermänner nach Slowenien weitergegeben. Diese erbeuteten dann mehr als 142 000 Euro, indem sie mit den Datensätzen Geld von den Konten der ausgespähten Kunden in Slovenien abbuchten.

Glück für die Kunden der Sparda-Bank war, dass deren Daten im Ausland nicht verwertet werden konnten, weil die Karten der Sparda-Bank grundsätzlich nicht für Abhebungen im Ausland vorbereitet seien, hieß es bei Gericht. Das Urteil ist rechtskräftig. -aja

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