Antrag der CDU/FDP/RRP: Land soll Kosten für Integrationsbegleiter übernehmen

Gruppe fordert stärkere finanzielle Hilfe

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Kinder mit Handicap benötigen einen Integrationshelfer.

nre Uelzen. Die CDU/FDP/RRP-Gruppe im Kreistag macht sich für eine größere finanzielle Unterstützung des Landes beim Thema Inklusion in Schulen stark. Den Mitgliedern der Gruppe geht es um die Kostenerstattung für Integrationshelfer.

Sie begleiten Schüler mit Handicap und besonderem Förderbedarf während des Unterrichts. Nur ein Teil der Kosten dafür werde bislang, so schildert es Claus-Dieter Reese, Vorsitzender der Kreistagsgruppe, durch das Land bezahlt, den größten prozentualen Anteil habe der Landkreis zu tragen. Eine Situation, die angesichts des abgeschlossenen Zukunftsvertrags und der damit verbundenen Sparvorgaben nicht vereinbar sei. Mit einem Antrag, der nun eingebracht wurde und über den der Kreisausschuss und Kreistag zu befinden hat, soll die Landesregierung aufgefordert werden, die Kosten für die Integrationshelfer nach dem Konnexitätsprinzip zu übernehmen. Heißt: Da die Landesregierung die Inklusion, nicht zuletzt durch ein Einschulungsstopp für Förderschulen, forciert, soll sie auch die daraus entstehen Mehrausgaben tragen. Im Antrag nennt die Kreistagsgruppe auch die Summen, die gegenwärtig für Integrationshelfer aufgebracht werden und die im nächsten Jahr auch noch einmal steigen. 2013 entstünden im Bereich des Sozialamtes 1,1 Millionen Euro, von denen 81 Prozent – rund 700 000 Euro – durch den Landkreis getragen würden. 2014 seien es schon 930 000 Euro.

Wie der Erste Kreisrat Uwe Liestmann auf Nachfrage dazu erläuterte, sei die Kostenübernahme durch das Sozialgesetz und das Jugendhilfegesetz geregelt. Der Anteil, der über das Jugendhilfegesetz aufzubringen sei, werde aus dem Etat des Kreis-Jugendamtes finanziert.

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