Alle sechs Bildungseinrichtungen weisen erforderliche Schülerzahlen für Ganztagsbetreuung nach

Ganztagsbetreuung: Grundschulen in Uelzen nehmen erste Hürde

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Eine erste Hürde ist von den Grundschulen für die Einführung des Ganztagsbetriebes genommen worden. Sie können die von der Politik geforderten Schülerzahlen nachweisen.

Uelzen. Alle sechs von der Uelzener Politik für ein Ganztagsangebot ausgewählten Grundschulen haben die erforderlichen Schülerzahlen nachgewiesen und damit eine erste Hürde zur Einführung eines Ganztagbetriebs ab dem Schuljahr 2016/17 überwunden.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat festgelegt, dass mindestens 13 Jungen und Mädchen in einem Jahrgang oder 20 Schüler in zwei zusammenhängenden Jahrgängen für einen Ganztagsunterricht angemeldet werden müssen. Die Anmeldefrist ist nun abgelaufen und die Stadt konnte gestern die Zahlen vorlegen.

Durchschnittlich 60 Prozent der Eltern von Schülern an den Grundschulen Lucas-Backmeister, Hermann-Löns, Stern, Oldenstadt, Holdenstedt und Westerweyhe sowie von Abc-Schützen aus dem Schuljahr 2016/17 haben sich für eine Ganztagsbetreuung ausgesprochen (siehe „Auf einen Blick“). Die Anmeldezahl liegt deutlich über dem Ergebnis einer kontrovers diskutierten Elternbefragung zum Ganztagsbedarf im vergangenen November. Damals wünschten sich 326 Mütter und Väter einen Ganztagsunterricht, tatsächlich haben jetzt 599 Eltern einen Bedarf angemeldet.

„Das ist ein klares Votum der Eltern für eine flächendeckende Versorgung“, äußerte sich Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt zu dem Ergebnis. Es sei zu berücksichtigen, dass es sich noch um keine rechtsverbindliche Anmeldung handele, dennoch sei der gemeldete Bedarf viel größer als zunächst erwartet.

Eine Hürde für die Einführung von Ganztagangeboten ab 2016/17 muss von den Bildungseinrichtungen jedoch noch genommen werden. Ganztagsschulen haben nach dem Stadtratsbeschluss genügend Räume und eine Mensa für die Essensausgabe vorzuhalten. Die Stadt rechnet mit Kosten von 160 000 Euro pro Schule. „Da die Möglichkeit besteht, dass aus organisatorischen und zeitlichen Gründen nicht alle Mensen rechtzeitig fertig werden, müssten sich Schulleitungen bereit erklären, zunächst eine Übergangslösung für die Essensausgabe zu akzeptieren“, sagte gestern Uelzens Erster Stadtrat Florian Ebeling. Damit bestehe auch die Möglichkeit, dass einige Schulen auch erst nach dem Schuljahr 2016/17 einen Ganztagsbetrieb aufnehmen werden, bestätigte er gegenüber der AZ. Der Verwaltungsausschuss werde Ende des Monats feststellen, welche Schulen Ganztagsschulen 2016 würden. Den Eltern bleibe dann noch genug Zeit, ihr Kind an der gewünschten verbindlich anzumelden.

Die Ausgaben von etwa 960 000 Euro für die Einführung des Ganztagsbetriebs an allen sechs Schulen würden bei einem entsprechenden Beschluss des Verwaltungsausschusses im nächsten Jahr zum Tragen kommen, so Ebeling weiter. Sie würden in den Haushalt 2016 eingestellt, weil auch dann erst mit dem Bau von Mensen begonnen werde.

Von Norman Reuter

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