Einrichtung muss nach Wasserschaden improvisieren

Grundschule Westerweyhe: Unterricht in Mensa und Containern

An der Grundschule Westerweyhe muss in den nächsten Wochen infolge eines Wasserschadens improvisiert werden. Das Gebäudemanagement der Stadt Uelzen schätzt die Schadenshöhe auf etwa 70.000 Euro.
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An der Grundschule Westerweyhe muss in den nächsten Wochen infolge eines Wasserschadens improvisiert werden. Das Gebäudemanagement der Stadt Uelzen schätzt die Schadenshöhe auf etwa 70.000 Euro.

Uelzen-Westerweyhe – Ein heftiger Sturzregen am 28. August hat im Uelzener Ortsteil Westerweyhe erhebliche Schäden verursacht.

Die Kanalisation war überfordert, sodass das Wasser in einigen Straßen, wie am Pommernweg (Ecke Hugo-Steinfeld-Straße) und vor der Gaststätte Dorfkrug (Altes Dorf) stand und nur schwer ablief. Betroffen ist auch die Grundschule Westerweyhe.

Vor allem am Pommernweg, Ecke Hugo-Steinfeld-Straße, stand am 28. August das Wasser.

„In den Keller des Altbaus der Grundschule sowie im Erdgeschoss des Hauptgebäudes und des Neubaus war Wasser eingedrungen. Keller und Fußböden werden derzeit fachgerecht getrocknet“, erklärt Stadtsprecherin Ute Krüger auf AZ-Anfrage. „Im Hauptgebäude muss der Bodenbelag saniert werden. Der Trocknungsprozess beider Unterrichtsräume im Neubau und die dort erforderlichen Maler- und Bodenbelagsarbeiten werden bis Ende der Herbstferien abgeschlossen sein.“

In den Klassenzimmern des Hauptgebäudes befinde sich ein Estrichfußboden, der nicht zur Trocknung geeignet sei und ausgetauscht werden müsse. Diese Sanierung beginnt in den Herbstferien und soll insgesamt rund vier Wochen andauern. Das Gebäudemanagement der Stadt Uelzen schätzt die Schadenshöhe auf etwa 70 000 Euro.

Der Schulbetrieb könne während der gesamten Arbeiten fortgeführt werden. Nach den Herbstferien, die vom 4. bis zum 18. Oktober dauern, werde die Mensa als Unterrichtsraum für zwei Wochen eingebunden. „Die Eltern der Schüler, die nach den Herbstferien von Klassenraum- umzügen betroffen sind, werden noch in dieser Woche informiert“, sagt Krüger. Auch die vorhandenen Container werden weiterhin genutzt. „Somit muss kein Grundschüler nach Uelzen ausweichen“, sagt Karl-Heinz Günther, Ortsbürgermeister von Kirch- und Westerweyhe, der zudem erklärt, dass durch die kurzfristige Doppelnutzung der Mensa dort mehr Reinigungsdurchgänge nötig seien als sonst.

Der Abwasserzweckverband Uelzen, das Gebäudemanagement und die Straßenbauabteilung der Hansestadt erarbeiten nun ein Konzept, damit das Eindringen von Wasser in das Schulgebäude bei Starkregen künftig verhindert werden kann. Krüger: „Die Wasserführung auf der Straße, die anstehende Neugestaltung des Schulhofes und eine Regenrückhaltung fließen in die Überlegungen ein. Für den Fall eines erneuten, derart starken Regens wurde die Grundschule bereits vorsorglich mit Sandsäcken ausgestattet, die helfen können, einen Wassereinbruch in Räume zu verhindern.“

Wie berichtet, muss zudem im kommenden Jahr auch die Elektroinstallation an der Grundschule Westerweyhe saniert werden. Hierzu fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von 50 000 Euro an.

VON TIMO HÖLSCHER

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