Grüne Inseln am Fahrbahnrand

Die holzverkleideten Blumenkübel an der Veerßer Straße sollen nach dem Wunsch der AG Innenstadt durch bepflanzte Inseln ersetzt werden – auch in der Lüneburger und der Gudesstraße. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Alle drei Marktstraßen in der Uelzener Innenstadt sollen nach einem einheitlichen Konzept umgestaltet werden. Darauf hat sich die Arbeitsgruppe (AG) Innenstadt auf ihrer jüngsten nicht-öffentlichen Sitzung verständigt. Zur Tempodrosselung der Fahrzeuge und zur Attraktivitätssteigerung sollen im Verlauf des Jahres bepflanzte Inseln an den Seitenrändern der Fahrbahn geschaffen werden – als Ersatz für die holzverkleideten Blumenkübel, die bereits an der Veerßer Straße stehen. Das teilte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull auf AZ-Anfrage mit.

Insgesamt 24 dieser Inseln – acht pro Marktstraße – sieht das Veränderungskonzept der AG Innenstadt vor. Sie sind jeweils sechs bis acht Quadratmeter groß, von ovaler Form und sollen an den Standorten der Leuchten aufgestellt werden. Die Kosten dürfen 200 000 Euro nicht überschreiten. „Das wird für eine optische Aufwertung sorgen. Zum Straßenraum hin werden die Inseln begrünt, zum Gehweg hin wollen wir Sitzmöglichkeiten schaffen. Die Leuchte steht dann mittendrin auf der Insel“, beschreibt Scheele-Krogull das Konzept. Voraussetzung dafür sei aber, dass weder die Zahl der Parkplätze sinke noch die Verkaufsstände des Wochenmarktes behindert würden.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf zehn Kilometer pro Stunde, die derzeit auf der Veerßer Straße gilt, kann sich der Dezernent auch für die beiden anderen Marktstraßen vorstellen. Möglich sei dort aber auch Tempo 30. Die Detailplanung wird auf der nächsten AG-Sitzung am 12. Mai erörtert. „Diese wird noch einmal nicht-öffentlich sein“, sagt Scheele-Krogull, „doch noch im Mai werden wir das Veränderungskonzept den Bürgern vorstellen.“ Danach sollen die politischen Gremien der Stadt darüber beraten.

Ab Mai sollen auch an der Lüneburger und der Gudesstraße provisorische, holzverkleidete Blumenkübel aufgestellt werden. Zeitgleich will die Stadt bei der NBank einen Antrag auf 75-prozentige Zuschüsse aus Ziel-1-Mitteln für die begrünten Zonen stellen. „Nach den Sommerferien soll der endgültige Aufbau der Inseln beginnen. Die Blumenkübel könnten dann an andere Standorte in der Stadt versetzt werden“, erläutert Scheele-Krogull – vorausgesetzt, die Politik gibt dafür grünes Licht.

Bauliche Veränderungen wünscht sich die etwa 25-köpfige AG Innenstadt auch vor dem Alten Rathaus. In einer Achse vom Ende der Fußgängerzone bis zum Kreuzungsbereich der drei Marktstraßen soll „eine neue Mitte“ entstehen, kündigt der Dezernent an. „Wir wollen dort eine neue Aufenthaltsqualität schaffen: einen Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten, eventuell auch mit einem Brunnen.“ Außerdem will die AG Innenstadt auf ihrer Sitzung im Mai noch einmal darüber beraten, ob die Fahrbahn vor dem Alten Rathaus neu gepflastert wird.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare