Bürgermeisterwahl: Mitgliederversammlung im März geplant / Parteien beraten über Unterstützung

Grüne hoffen auf eigenen Bewerber

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Im März wird sich entscheiden, ob die Uelzener zwischen mehr als nur zwei Kandidaten die Wahl haben werden.

Uelzen. Die Entscheidung, ob die Grünen einen eigenen Kandidaten für die Uelzener Bürgermeisterwahl ins Rennen schicken, fällt Mitte März.

Wie gestern Christine Kohnke-Löbert, Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes, auf AZ-Nachfrage mitteilte, sei für den 12. März eine Mitgliederversammlung geplant, bei der die Frage geklärt werde. Bei der Partei Die Grünen entscheiden alle Mitglieder des Kreisverbandes über eine Kandidatur, weil eigene Ortsverbände nicht bestehen.

Wie Christine Kohnke-Löbert sagte, seien ihr noch keine Bewerber für eine Kandidatur bekannt, dies könne sich jedoch bis zur Mitgliederversammlung noch ändern. Auch während der Sitzung gebe es noch die Chance, seinen Ring in den Hut zu werfen. Es gelte dann, die entsprechende Unterstützung der Kreisverbandsmitglieder zu bekommen. Für den Fall, dass sich keine Bewerber melden sollten, würden die Grünen auf einen eigenen Kandidaten verzichten, so die Kreissprecherin.

Für die Grünen bestünde dann die Möglichkeit, einen anderen Kandidaten im Wahlkampf zu unterstützen. Ob dies geschehen wird, das ließen gestern Christine Kohnke-Löbert als auch Arianne Schmäschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Uelzener Stadtrat und stellvertretende Bürgermeisterin, offen. Von den beiden bereits nominierten Kandidaten, Karsten Jäkel (CDU) und Jürgen Markwardt (SPD), sei bislang noch nicht um eine Unterstützung gebeten worden, so Ariane Schmäscke. Dass sich die Grünen wegen der Zusammenarbeit mit den Christdemokraten im Stadtrat – die Grünen bilden mit der CDU und der UWG eine Stadtratsgruppe – automatisch für Karsten Jäkel aussprechen werden, davon dürfe nicht ausgegangen werden. „Hier gibt es keine Gruppenbindung“, sagte Ariane Schmäschke. Über eine Unterstützung würden die Mitglieder entscheiden.

Derweil erklären andere im Stadtrat vertretende Parteien, die keine eigenen Kandidaten aufstellen wollen, dass sie noch über eine Kandidatenunterstützung entscheiden werden. Rolf Tischer, der für die Piratenpartei im Stadtrat sitzt, sagte, dass bei der nächsten Versammlung der Piraten Lüneburger Heide dieser Punkt beraten werde. Jürgen Schirrmacher (Rentner und Rentnerinnen Partei/Bündnis Zukunft) meinte, dass man abwarte, wer alles kandidiere, um dann zu einer Entscheidung zu kommen, ob und für wen sich die Partei ausspreche.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) plant derweil wie die Grünen eine Entscheidung zur Frage, ob ein Kandidat aufgestellt wird, im März, sagte gestern Joachim Delekat, der für die UWG im Stadtrat sitzt.

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