Carolin Miesner aus Hohenzethen ist Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachsen

„Es ist ein großes Amt“

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Carolin Miesner (22) wurde jetzt mit 88,7 Prozent der Stimmen zur neuen Sprecherin der Grünen Landesjugend gewählt.

Hannover/Hohenzethen. Die Grüne Jugend Niedersachsen hat eine neue Doppelspitze – und eine Hälfte kommt aus dem Kreis Uelzen.

Carolin Miesner aus Hohenzethen (Gemeinde Stoetze) ist jetzt auf der Landesmitgliederversammlung in Hannover zur neuen Sprecherin der Grünen Jugend gewählt worden. Die 22-Jährige erhielt 88,7 Prozent der Stimmen. Als Sprecher wurde Timon Dzienus (22) aus Hannover mit 92,3 Prozent im Amt bestätigt.

Carolin Miesner gehört dem Landesvorstand der Grünen Jugend seit eineinhalb Jahren an. Zuletzt war sie Schatzmeisterin und politische Geschäftsführerin. „Vor der Sprecher-Wahl war ich ein bisschen aufgeregt. Es ist schon ein großes Amt“, gibt sie im AZ-Gespräch zu. „Aber ich hatte das Gefühl, dass die Leute hinter mir stehen.“ Ihr neues Amt werde ein großes Maß an Verantwortung bedeuten, erklärt sie. „Ich möchte den Verband nach außen repräsentieren und auch Forderungen der Grünen Jugend Niedersachsen in die Mutterpartei hineintragen.“

Neuer politischer Geschäftsführer ist Jonathan Thurow aus Hannover, als neue Schatzmeisterin fungiert Svenja Schierholz aus Lüneburg. Hinzu kommen die Beisitzer Laura Grollmus aus Hildesheim, Tomke Appeldorn aus Lüneburg, Konstantin Herzig aus Stade und Finn Siegismund aus Braunschweig.

„Als neugewählter Landesvorstand haben wir im kommenden Jahr mit der Europawahl eine Riesen-Aufgabe vor der Brust“, sagt Carolin Miesner. Der Urnengang am 26. Mai 2019 sei „nichts weniger als eine Richtungswahl, die entscheidet, ob Europa mit dem Rechtsruck weiter auseinanderdriftet oder zu Solidarität, Humanismus und Weltoffenheit zurückgelangt“. Die Zeiten seien politischer denn je. „Wir werden gerade auch gegenüber den Grünen ein kritischer, unangepasster Jugendverband bleiben“, betont Carolin Miesner. „Es ist unsere Zukunft, über die wir selbst entscheiden müssen.“

Von Bernd Schossadowski

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