Großer Bedarf für Senioren

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Die ersten Arbeiten auf dem Grundstück haben begonnen. Zum 1. Oktober soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Uelzen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Uelzen baut eine zusätzliche Wohnanlage mit zwölf Seniorenwohnungen an der Ripdorfer Straße 1 in Uelzen. Damit soll zumindest ein Bruchteil des enormen Bedarfs gedeckt werden. Auf der Interessentenliste für Seniorenwohnungen in Uelzen beim DRK stehen etwa 70 Namen, sie wächst seit Jahren immer weiter an.

In den vergangenen Tagen haben die ersten Bauarbeiten begonnen. Zunächst stehen die Pfahlgründung und die Zementverfüllung an.

Eine Summe von 2,3 Millionen Euro investiert das Rote Kreuz in das dreigeschossige Gebäude nahe der Uelzener Innenstadt. Nach bisherigem Planungsstand werden zwölf Seniorenwohnungen entstehen und im Erdgeschoss auf je 200 Qadratmetern zwei zu vermietende Arztpraxen. Genaueres zu der medizinischen Richtung und den Mietern möchte DRK-Geschäftsführer Heinz Meierhoff noch nicht bekanntgeben. Er rechnet damit, dass der Bau Ende September fertiggestellt und zum 1. Oktober für die Mieter bezugsfertig ist.

Weitere Interessenten für die jeweils etwa 70 Quadratmeter großen Wohneinheiten können sich noch mit dem DRK in Verbindung setzen.

Rund ums DRK-Mehrgenerationenzentrum Uelzen an der Ripdorfer Straße, von der Kinderkrippe des Roten Kreuzes bis zum dazu gehörenden Kindergarten am Ilmenauufer, zieht sich bereits eine Wohnanlage mit sechs Häusern für Personen ab 60 Jahren. In den derzeit 49 Wohnungen, für die das DRK unter dem Titel „Selbstständiges Wohnen im Alter“ wirbt, leben mehr als 60 Bewohner. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Mehrgenerationenzentrum und die täglichen Veranstaltungen in den Räumen ist für Gesellschaft gesorgt.

Es gibt für die Wohnungen einen Haus-Notruf, und die Mieter können einen Fahr- und einen Mahlzeitdienst in Anspruch nehmen. Bei einer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit können sie ebenfalls eine Versorgung durch die DRK-Pflegedienste nutzen, allerdings ist kein betreutes Wohnen möglich. Die gleichen Leistungen können auch die künftigen Bewohner in dem neuen Wohnblock in Anspruch nehmen. Eine Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz wird für sie nicht vorausgesetzt.

Auch in Bad Bevensen hat das Rote Kreuz den Seniorenwohnpark Lindenstraße mit zwölf Einheiten gebaut. Auch dort besteht ein großer Bedarf, denn zusätzlich warten dort ebenfalls 25 Senioren darauf, dass eine Wohnung für sie frei wird.

Das DRK hat auch schon weitere Investitions-Pläne. Eine Altenpflegeschule möchte die Einrichtung gründen. „Wir brauchen sie dringlichst, um Personal auszubilden“, betont Meierhoff. „Schulungszentren plant das DRK nun an einer anderen Stelle.“ Wo genau der Nachwuchs für die vielen freien Altenpflege-Stellen des Roten Kreuzes ausgebildet werden soll, möchte der Ortsverband noch nicht veröffentlichen.

Von Diane Baatani

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