Überhitzter Motor offenbar Ursache

Verpuffung in einem Silo: Großeinsatz der Uelzener Stadtfeuerwehr in der Zuckerfabrik

Die Uelzener Stadtfeuerwehr bei einem Löscheinsatz auf dem Gelände der Zuckerfabrik.
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Die Uelzener Stadtfeuerwehr bei einem Löscheinsatz auf dem Gelände der Zuckerfabrik.

Uelzen – Kurz vor zehn Uhr abends steht Rauch über einem Silo der Uelzener Zuckerfabrik. Die Stadtfeuerwehr rückt mit 60 Feuerwehrleuten und zehn Fahrzeugen aus. Atemgeräteträger eilen den Elevatorturm hoch, in dem Zuckerrübenpellets glühen.

Es handelt sich um ein Abfallprodukt der Zuckerherstellung, das als Viehfutter dient. Der Vorfall am Freitagabend weckt auch Erinnerungen an den Brand eines Zuckersilos im Jahr 2014.

Laut Polizei hat sich eine Verpuffung ereignet. „Nach derzeitigem Stand ist die Verpuffung augenscheinlich durch einen überhitzten Motor verursacht worden“, teilt die Polizeiinspektion gestern mit. „Hierdurch wurden mehrere Glutnester verteilt.“ Ein Gebäudeschaden sei jedoch nicht entstanden. Die Feuerwehr löscht die Glutnester und rückt erst kurz nach Mitternacht ab, als keine Gefahr mehr besteht, dass es zu einer erneuten Verpuffung des Staubs kommt.

„Eine Gefahr für Mitarbeiter, Anwohner und andere Gebäude hat zu keiner Zeit bestanden“, betont Nordzucker. In dem Pelletsilo lagern derzeit etwa 4500 Tonnen Futtermittel. Der Konzern geht davon aus, dass die Ware nicht beeinträchtigt ist. „Die laufende Zuckerproduktion ist nicht beeinträchtigt“, teilt Nordzucker mit.

Im Juni 2014 hat der Brand eines Zuckersilos die Feuerwehr in Atem gehalten. Weil keine Feuerwehrleiter an den 90 Meter hohen Turm herankam, wurde Wasser aus Löschhubschraubern abgeworfen.

VON GERHARD STERNITZKE

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