Das große Gruseln

Halloween-Fan Elli Brenker dekoriert ihr Haus in Molzen auf schaurigste Art

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Elli Brenker ist Halloween-Fan durch und durch. Jedes Jahr dekoriert sie ihr Haus in Molzen zum Fest des Grauens mit allerlei Schaurigkeiten. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und bastelt viele Dekorationen selbst. Dieses Jahr wirft aber ein anderer Schrecken seinen Schatten voraus: Corona.

Uelzen-Molzen – Spinnweben hängen kreuz und quer über dem Eingangsbereich. Auf dem Fußabtreter liegen die Arme eines Skeletts. Und an der Tür begrüßt der Tod in Knochengestalt die Besucher.

Wer meint, sich in einen Horrorfilm verirrt zu haben, liegt gar nicht so falsch. Denn Elli Brenker gibt sich alle Mühe, ihr Haus in Molzen jedes Jahr passend zu Halloween so schauerlich wie möglich erscheinen zu lassen.

Natürlich darf auch ein kleiner Friedhof im Vorgarten samt Gerippe nicht fehlen.

Vor rund 15 Jahren ist Brenker dem Fest des Gruselns verfallen. Seitdem hält ihr Haus als Spiegel dieser Liebe her – seit elf Jahren kommen auch die Molzener in den Genuss. „Irgendwas Kreatives muss ich immer machen“, sagt Brenker, die auch schon als Musikerin und Designerin tätig war. Daher sind auch die meisten ihrer schaurigen Dekorationen selbst gebastelt. Viele Puppen habe sie etwa gespendet bekommen, sagt Brenker. Deren Köpfe prangen jetzt blutverschmiert auf dem Gartenzaun.

Wirkt im Dunkeln besonders gut: Das Horror-Haus von Elli Brenker in Molzen ist wie jedes Jahr zu Halloween ein wahrer Hingucker für alle Grusel-Fans.

Wo die Begeisterung für Halloween herkommt? „MitFasching kam ich nie klar“, sagt Brenker. Vor allem die Art des Humors habe ihr nie zugesagt. Halloween sei da ein geeignetes Pendant, um sich zu verkleiden – ohne den kindischen Humor. Jedes Jahr verfolgt Elli Brenker mit ihren Kindern und Mitbewohnern – sieben Leute beherbergt das Horror-Haus – ein bestimmtes Thema in Sachen Verkleidung. Letztes Jahr stand alles im Zeichen des Regisseurs Tim Burton, dieses Jahr wird Brenker als Monsterkrankenschwester auftreten.

So eine Toilette wünscht sich wohl niemand.

Normalerweise gehört auch eine große Party zur Tradition. Diese ist coronabedingt in diesem Jahr aber abgesagt. Die Kinder – bis zu 120 sind pro Abend zu Gast – will Brenker aber trotzdem nicht enttäuschen. Süßigkeiten werden per Suppenkelle über den Gartenzaun hinweg verteilt, während es für die Erwachsenen auch schon mal eine Blutkonserve mit rotem Cocktail gefüllt geben kann. Normalerweise werden die Kinder zudem durch das Haus geführt, das auch von innen gruselig geschmückt ist. Da dies jetzt nicht möglich ist, bleibt auch die Innendeko größtenteils aus. Elli Brenker freut sich trotzdem auf das Fest: „Wir werden das Schlimmste daraus machen.“

Wer das Haus bewundern möchte, hat dazu nicht mehr lange Zeit. Bereits am Tag nach Halloween beginnt für Elli Brenker der Abbau der Dekoration. „Dann wird Weihnachten eingeläutet“, sagt sie und lacht.

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