Teutonia Uelzen feierte 100. Geburtstag / Zuschauertribüne ist großer Wunsch

„Große blau-gelbe Familie“

Viele Besucher ließen sich vom stimmungsvollen Zapfenstreich im Sportpark beeindrucken.

Uelzen. 1912 – die Titanic geht unter, Hamburg nimmt seine erste U-Bahn-Strecke, die dritte Strecke Deutschlands, in Betrieb, die 5. Olympischen Sommerspiele finden in Stockholm statt, das Deutsche Sportabzeichen wird geschaffen und der Teutonia in Uelzen gegründet.

Im Jahr der 30. Spiele der Olympiade feiert der Sportverein Teutonia mit zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen seinen 100. Geburtstag. Höhepunkt war der offizielle Festakt in der Jabelmannhalle, der am Samstagabend auf dem Sportplatz am Königsberg mit einem Zapfenstreich und einer Feuershow sein feierliches Ende fand.

Geehrte und Ehrende: Reinhard Grindel, Hans Sagehorn, Gudrun Hartmann, „Butz“ Dieter Bertram, Lutz Börngen (von links). Fotos: Jansen

Die 1962 gegründete Bundesliga blickt erst auf ein halbes Jahrhundert zurück. So lange regiert in Uelzen schon der König Fußball in Uelzen, „vereint Menschen der unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten“, wie es der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, Reinhard Grindel, bei seinem Grußwort betont, „sorgt für sportliche Fitness der Menschen in Uelzen“ und in der „dritten Halbzeit“, die Grindel bei seiner Ansprache – eine Lobrede und Fürsprache für das Ehrenamt – erwähnt, „für ein geselliges Miteinander.“ Nicht nur die vielen Grußworte von Vertretern befreundeter Vereine, von Landrat Heiko Blume, vom Vorstandvorsitzenden der Sparkasse Uelzen Dirk Köhler, von dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Jürgen Wöhling und dem Kreis-Vorsitzenden des Niedersächsischen Fußballverbandes Gert Lüdtke, sondern auch die vielen Besucher am Abend im Sportpark gaben Zeugnis vom geselligen Miteinander bei Teutonia Uelzen.

„100 Jahre Teutonia Uelzen – das ist für viele von uns nämlich nicht nur 100 Jahre sportlicher Erfolg in der Provinz, sondern genauso sehr Herz und Seele, sportliche Heimat, soziale Bindungen“, bringt es Festredner Dr. Jochen Springer bei seiner Ansprache auf den Punkt. „Teutonia Uelzen ist für viele von uns so etwas wie eine große blau-gelbe Familie.“

Ehrenvorsitzender des KSB Uelzen: Rudi Leifert.

So seien auch Stadt und Teutonia auf Engste verbunden, sagte Bürgermeister Otto Lukat bei der Übergabe der Ehrennadel der Stadt Uelzen an den Ehrenvorsitzenden Gerhard Kuhring, „schon allein durch die Sportanlage“, an deren Bestand er selbst seit 30 Jahren beteiligt sei. „Eine richtige Zuschauertribüne“, sprach Rudi Leifert, jahrelanger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes, einen lang gehegten Herzens-Wunsch der seit Jahren und Jahrzehnten aktiven Teutonen aus. Das Streben nach höheren sportlichen Erfolgen dürfe nicht zum Selbstzweck werden, warnte indes Festredner Springer vor maßlosem Ehrgeiz: „Und ich wünsche mir einen Verein, der Platz bietet für Querdenker, schrullige Charaktere und sonstige Originale. Denn die haben in den letzten 100 Jahren mehr für ein blau-gelbes Wohlgefühl getan als die meisten Mittelstürmer!“

Von Angelika Jansen

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