Flammen zerstören 1000-m²-Halle / Millionenschaden

Großbrand: Öl-Tanks in Gefahr

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Gegen meterhohe Flammen kämpften Feuerwehrkräfte im Industriegebiet „Im neuen Felde“.

Uelzen. Eine rund 1000 Quadratmeter große Lagerhalle der Mineralölgesellschaft „team energy“ ist in der Nacht zu Montag im Industriegebiet Im Neuen Felde in Uelzen bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Das Gebäude diente einem Zweigbetrieb der Gesellschaft, der sich um die Wartung von Heizanlagen in Wohnhäusern kümmert, als Stellfläche für Fahrzeuge sowie als Lagerstätte für Werkzeug. Außerdem waren dort Personalräume für Mitarbeiter untergebracht.

Wie Klaus-Peter Witt, Niederlassungsleiter der „team energy Service GmbH“ in Uelzen, sagte, sei bei dem Feuer nicht nur das Gebäude zerstört worden, sondern auch mehrere Lkw seien ausgebrannt. Er bezifferte den Schaden für das Unternehmen auf rund eine Million Euro. Verletzt wurde niemand.

Um 22.23 Uhr sind am Sonntagabend die ersten Wehren alarmiert worden. Augenzeugen berichten von meterhohen Flammen und mehreren kleineren Explosionen, durch die „Brandgeschosse durch die Luft flogen“. Nach Angaben von Klaus-Peter Witt waren in der Halle eine Sauerstoff- und eine Propangas-Flasche gelagert worden.

Die ersten Fahrzeugbesatzungen erreichten die Halle, als der vordere Teil bereits in Vollbrand stand, schildert Christoph Paul für die Feuerwehr Uelzen. Das Feuer sei mit enormen Mengen an Schaum und Wasser bekämpft worden. Weil die Gefahr bestanden habe, dass das Feuer auf in unmittelbarer Nähe gelagerte Öltanks der betroffenen Gesellschaft übergreift, seien Wasserwerfer aufgestellt worden, mit denen die Tanks gekühlt und auch gesichert wurden, so Christoph Paul. Das Dach der Halle, die vor etwa 40 Jahren errichtet wurde, stürzte schließlich ein. Ein Bagger wurde eingesetzt, damit Wehren an alle Glutnester herankamen. Gegen ein Uhr hatten die Wehren das Feuer weitestgehend unter Kontrolle.

Insgesamt waren im Neuen Felde 210 Feuerwehrleute und Rettungskräfte aus dem gesamten Uelzener Stadtgebiet und aus Bad Bevensen mit rund 48 Fahrzeugen – inklusive aller Einzelfahrzeuge und DRK-Rettungsdienst – im Einsatz. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei ist die Ursache für das Feuer noch nicht geklärt.

Von Norman Reuter

Die Einsatzbilder

Feuer in Uelzener Industriegebiet

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