Ein Senior soll giftige Substanzen in Garten vergraben haben

Großeinsatz in Oldenstadt: Giftige Stoffe? Bereits zweiter Einsatz auf gleichem Grundstück

Blausäure Uelzen Großeinsatz
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Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte beim Einsatz im Herzen von Oldenstadt.

Viele Anwohner in Oldenstadt verunsichert! Am frühen Samstagmorgen gegen 6 Uhr ist ein Großaufgebot Uelzener Einsatzkräfte zum Woltersburger Mühlenweg geeilt. Warum, das war zunächst nicht klar. Offenbar geht es um giftige Stoffe.

(Update von 11.45 Uhr): Die Uelzener Polizei kann nach dem heutigen Einsatz in Oldenstadt Entwarnung geben. Es wurden zumindest heute keine weiteren, hochgiftigen Substanzen auf dem Grundstück des Seniors gefunden. Anders sah dies noch vor einigen Tagen aus: 

Da wurden sehr wohl Gifte auf demselben Grundstück sichergestellt. Auch Erdreich wurde abgetragen und zur weiteren Analyse ins Labor gebracht. Aktiv wurden die Einsatzkräfte heute erneut, weil nicht gesichert war, ob noch weiteres, schädliches Material auf dem Grundstück verblieben ist. Der ältere Mann hatte aktuell abermals über Vergiftungserscheinungen geklagt. Der Senior war bereits in der vergangenen Woche im Krankenhaus deswegen. So wurde der Vorfall überhaupt erst öffentlich. 

Das betroffene Areal wurde nach dem ersten Einsatz abgesperrt. Mit entsprechender Schutzausrüstung wurde dies heute betreten. In einer ersten Meldung war von Blausäure die Rede. Allerdings kann dies zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Messungen in Keller und Garten des Oldenstädters brachten zumindest für heute die Entwarnung. Die jüngsten Vergiftungserscheinungen hätten sich laut Polizeisprecher Kai Richter nicht also solche erwiesen. 

Das vor einigen Tagen sichergestellte Material wurde laut Richter dem Landkreis übergeben. Dieser ist jetzt mit der Auswertung beschäftigt. Ob der Senior für seine Taten strafrechtlich verfolgt wird, war zunächst nicht bekannt.

Anwohner sagten der AZ, sie hatten sich darüber geärgert, dass sie nicht gebeten wurden, Fenster und Türen zu schließen, wenn lebensgefährliche Substanzen auf einem Oldenstädter Grundstück vermutet werden. Dazu teilte eine Polizistin der AZ mit, dass nur mit sehr geringen Mengen giftiger Substanzen gerechnet wurde. Für Personen, die das Grundstück nicht betreten und somit nicht direkt mit möglichen Giften in Kontakt gerieten, bestünde keinerlei Gefahr.

(Erstmeldung): mdk Uelzen-Oldenstadt. Anwohner berichten von "20 bis 25 Fahrzeugen von Feuerwehr mit Drehleiter, Rettungsdienst und Polizei", die vor Ort sind. Bereits vor einigen Tagen hat es auf dem gleichen Oldenstädter Grundstück einen ähnlichen Einsatz gegeben. Die Rede ist und war von giftigen Stoffen. Es fiel auch der Begriff Blausäure. 

Der Anwohner, ein älterer Mann, soll diese im Garten vergraben haben, das hatten mehrere Anwohner gehört. Das vor einigen Tagen wahrscheinlich hochgiftige Substanzen auf dem Grundstück sichergestellt wurden, bestätigte heute Morgen nun auch die Polizei auf AZ-Nachfrage. Der Einsatz heute sei allerdings eine "Vorsichtsmaßname", eine "Überprüfung", so eine Polizeibeamtin. "Wenn man als Anwohner von solchen Dingen erfährt, ist man natürlich sehr verunsichert", sagt ein Oldenstädter der AZ.

Dass für eine vorsorgliche Überprüfung ein solches Großaufgebot an Einsatzkräften um 6 Uhr früh vor Ort ist, das kommt ihm schleierhaft vor. Zahlreiche Oldenstäder seien verunsichert, weil nicht transparent über den Vorfall informiert wurde und wird. Es wäre nicht auszudenken, was passieren würde, wenn vergrabene Giftstoffe mit dem Grundwasser in Kontakt kämen, so der Oldenstädter. Zur Stunde (Stand: 8.15 Uhr) ist nach wie vor ein Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei geht aktuell nicht von einer akuten Gefahr aus. Wir berichten an dieser Stelle weiter, sobald wir neue Informationen haben.

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