Vorbereitung für die Schiffsverkehr Tour 2012: Der Star plaudert über sich und sein Programm

Grönemeyer ganz nah am Publikum

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„Es macht tierisch Laune“: Herbert Grönemeyer freut sich schon jetzt auf die Schiffsverkehr Tour 2012. Am 19. Mai wird er in der Almased-Arena in Uelzen auftreten.

Berlin/Uelzen. Herbert Grönemeyer sitzt in der Bibliothek des Clubs Soho House in Berlin. Er trinkt einen Schluck von seinem Kaffee, lehnt sich zurück und blickt aufmerksam jeden einzelnen in der Runde an – gespannt auf die Fragen.

Wie unterscheidet sich die Schiffsverkehr Tour 2012 – mit einem Konzert in Uelzen am 19. Mai 2012 – von der Open-Air-Tournee in diesem Jahr?.

Das Album Schiffsverkehr ist im vergangenen März herausgekommen, kurz vor Beginn der Konzertreihe 2011. Die Songs vom neuen Album spielen Grönemeyer und seine Band somit 2012 zum zweiten Mal. „Das zweite Jahr ist fast das schönere, die Leute kennen die Platte besser“, sagt er. Und deshalb seien sie auch vor der zweiten Tournee „wahnsinnig angespannt und nervös“.

Die Besonderheit bei der Tour 2012 ist die Publikumsnähe, kündigt er an. Statt in großen Stadien in Hamburg oder Hannover tritt Grönemeyer beispielsweise in der Almased-Arena in Uelzen auf – die erste Station in Deutschland. Ebenso hat er in Berlin statt des Olympiastadions für 2012 die Waldbühne gewählt. „Die Tour wird von der Bühne her kleiner sein“, schildert Grönemeyer. 2011 seien 40 Trucks und etwa 140 Mitarbeiter dabei gewesen. „Wir spielen bewusst auch gerne in den kleinen Dimensionen.“ Für 2012 werde er „viele Elemente“ mit übernehmen, die Projektion, die Lichter und dennoch werde es anders ausgerichtet sein. Anfang Mai beginnen die Proben, dann entscheiden er und sein Team, welche Songs präsentiert werden. „Es kann gut sein, dass wir was aussortieren.“ Da rede jeder Musiker der Crew ein Wörtchen mit – frei nach dem Motto „meine Frau findet das so schön“, verrät der Star. „Es entscheidet sich je nach Nachfrage“, so Grönemeyer. „Wir sehen das auch spaßig.“ Sie könnten auch auf Zuruf Songs aus ihrem Repertoire auswählen.

Wenige Tage vor dem Auftritt in Uelzen werden schon technische Proben stattfinden, kündigt er an, und den Ablauf gehe sein Team durch. „Die Aufregung legt sich nie komplett“, schildert er die Situation vor dem Tournee-Auftakt. „Es macht tierisch Laune“, freut er sich schon. „Und wenn es läuft, will man gar nicht mehr aufhören. Das macht schon Spaß.“

Derzeit kuriert Grönemeyer noch die Folgen seiner vergangenen Konzerte aus: Neben dem roten Samtsessel liegt eine Gehhilfe. Von der Bewegung auf der Bühne sei das Innenband gerissen, erklärt er seelenruhig. Aber bis zum Tourneestart in Uelzen wird das Bein wieder fit sein, ist er zuversichtlich.

Die Atmosphäre ist ruhig und gemütlich, und Herbert Grönemeyer nimmt sich Zeit, er plaudert über die Schwimmkünste seiner Eltern, den Schiffsverkehr in Stockholm, das Leben zwischen London und Berlin. Als der Veranstalter im Red Room des Berliner Clubs ankündigt, dass nur noch Zeit für zwei Fragen sei, macht Grönemeyer deutlich, dass er noch etwas länger weitererzählen möchte.

Kurz bevor der Deutschrocker auf der Bühne der Uelzener Almasedarena steht, wird er sich massieren lassen und Reis mit Hühnerbeinen essen, angemacht an Zitronengras. Das hänge mit seiner Kindheit zusammen: Früher hätten seine Brüder immer die Hühnerbeine weg gegessen und ihm blieb nur die Hähnchenbrust, sagt er schmunzelnd.

Was sonst noch zu Herbert Grönemeyers Ritualen kurz vor dem Auftritt gehört, lesen Sie am morgigen Sonnabend in der AZ.

Von Diane Baatani

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