Gesundheitsamt: Influenza-Virus im Kreis bei erkrankten Kindern festgestellt

Grippe im Kreis Uelzen auf dem Vormarsch

+
Eine Grippe-Impfung ist sinnvoll, sagt das Gesundheitsamt.

Uelzen/Landkreis. Die Grippe ist im Landkreis Uelzen auf dem Vormarsch. Wie der Leiter des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg, Dr. Gerhard Wermes, gestern auf AZ-Anfrage sagt, sei bei Abstrichen von rund 20 Prozent derzeit erkrankter Kindergarten-Kinder der Influenza-Virus festgestellt worden.

Eine Grippe unterscheide sich im Vergleich zur Erkältung durch einen schwerwiegenderen Verlauf. „Gliederschmerzen, Fieber, Übelkeit, Husten, Schnupfen sind die Symptome. Das zieht sich über gut eine Woche“, schildert Wermes.

Das Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannnberg verfügt über ein Überwachungssystem zu Infektionskrankheiten, über das Angestellte von fünf Kindergärten Erkrankungen melden. Daraus wird der Anteil von Fällen im Landkreis berechnet. Demnach sind derzeit 16,9 Prozent, so berichtet Wermes, der Kindergartenkinder im Krankenstand. „Wir befinden uns auf hohem Niveau“, sagt der Amtsleiter. Unter den betroffenen Kindern würden sich auch jene befinden, die sich mit einer Grippe angesteckt haben. Von den Kindern stecken sich die Eltern an, ein Übertragungsrisiko besteht bei der Arbeit unter Kollegen und bei größeren Menschen-Ansammlungen – landesweit wurden Proben von Erkrankten in den letzten Tagen positiv auf Grippe getestet.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes ist es noch sinnvoll, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Impfstoff sei in den Arztpraxen vorhanden. „Engpässe hatten wir in diesem Jahr noch nicht“, so der Leiter des Gesundheitsamtes. Besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, bei älteren Männern und Frauen sowie medizinischem Personal sei eine Vorsorge ratsam.

Wer kränkelt, so Wermes, sollte nicht in die Hände niesen und Gesunden nicht zu nahe kommen, um eine Übertragung zu verhindern. Grundsätzlich sollten Kreisbewohner ihre Hände vom Mund fernhalten und sie gründlich waschen – „mindestens 20 bis 30 Sekunden gut einseifen“.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare