Einstimmiger Beschluss des Ortsrates Kirch-/Westerweyhe

Gräberfeld für Muslime

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Strauchinseln sollen für fließenden Übergang vom alten Teil zum muslimischen Teil (oben) des Friedhofes sorgen.

js Uelzen-Westerweyhe. Ab 2019 sollen Muslime aus dem Landkreis nach ihren Riten auf einem muslimischen Gräberfeld auf dem Friedhof in Westerweyhe bestatten können.

Der Ortsrat empfahl am Donnerstagabend den nachgeordneten Gremien der Stadt Uelzen einstimmig, das Friedhofskonzept für Westerweyhe umzusetzen. Und das sieht ein muslimisches Gräberfeld vor.

Dem Beschluss vorausgegangen waren zwei Informationsveranstaltungen. Bei der zweiten Infoveranstaltung Mitte November wurde von den meisten Besuchern gefordert, dass der trennende Charakter aufgehoben werden solle. Das habe die Verwaltung in der Überarbeitung ihrer ersten Pläne aufgegriffen, so Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull in der Ortsratssitzung. „Die Hecke kommt weg und wird durch Strauchinseln ersetzt.“ So entstehe ein fließender Übergang zwischen dem christlichen und muslimischen Teil des Friedhofes.

360 000 Euro investiert die Stadt Uelzen in den kommenden beiden Jahren auf dem Westerweyher Gottesacker. Auf dem alten Teil sollen die Wege hergerichtet werden. Neben den bekannten Grabarten sollen Urnen-Gemeinschaftsgräber angeboten werden, die von der Stadt bepflanzt und gepflegt werden. Parkplätze entstehen ebenfalls. Die Kapelle soll erweitert werden und eine Toilette bekommen. Der Eingang werde behindertengerecht umgebaut. „In den kommenden beiden Jahren gehen wir einmal über den kompletten Friedhof“, so Scheele-Krogull.

Die Investitionen muss die Stadt über die Gebühren wieder reinholen, Die werden vor-aussichtlich zwischen 13 und 15 Prozent steigen, kündigte Scheele-Krogull an.

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