Kuriose Souvenirs, radelnde Gäste und ganz viele Fragen – Uelzens Touristinfo im Sommer

Goldenes Schiff im Einkaufswagen

Goldenes Schiff: Kettenanhänger und Einkaufschip in einem.

Uelzen. Aus den Ballungszentren wie Hamburg und Bremen kommen sie, aber vor allem kommen sie aus den Niederlanden – die Urlauber, die den Sommer in Uelzen verbringen.

Diese Erfahrung jedenfalls hat Marvin Meyer gemacht, der zurzeit gemeinsam mit seiner Kollegin Heike Koopmann erste Anlaufstelle für die Uelzen-Gäste in der Stadt- und Touristinfo am Herzogenplatz ist.

Eulen-Teelichte und die „Uhl im Sack“ samt Uhlenköper-Sage – dass Uelzen bei den Gästen nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgen Heike Koopmann und Kollegen.

„Es sind vor allem viele Tagesgäste und Fahrradfahrer“, sagt Meyer und vermutet, dass gerade die vielen Möglichkeiten für Radler den Niederländern das Ziel Uelzen so schmackhaft mache. Es gebe aber auch eine Menge Camping-Touristen, die für vier, fünf Tage blieben, im Yachthafen übernachteten, die Tage in Uelzen verbrächten und dann weiterfahren würden. Die meisten, weiß Marvin Meyer, kämen des Hundertwasser-Bahnhofs wegen und wollten von ihm und seinen Kollegen erfahren, was Uelzen darüber hinaus noch zu bieten hätte. „Wir empfehlen dann die historischen Stadtführungen zum Beispiel oder den Weg der Steine von Dagmar Glemme.“ Aber auch andere Fragen beantworten Marvin Meyer und die Tourist-Info-Mannschaft gern. „Zum Beispiel, welche Geschäfte es so in Uelzen gibt. Nach Fahrradläden wird dann häufig gefragt – klar, wegen der vielen Radfahrer...“

Mit Haftung: Die Magnetschnucken und -eulen sind als Souvenir auch sehr beliebt. Fotos: ib

Wer sich an seine Reise nach Uelzen erinnern möchte, hat nicht nur die Gelegenheit, die unzähligen Prospekte und Karten zu archivieren, sondern sich auch etwas Bleibendes ins heimische Regal zu stellen: ein Eulen-Teelicht zum Beispiel. „Das ist ein Renner“, sagt Marvin Meyer. Aber auch die Kette mit dem Goldenen Schiff, dem Wahrzeichen der Stadt Uelzen, als gold-silbernem Anhänger (und Einkaufswagen-Chip!) und die „Uhl im Sack“ als Figur mit der Uhlenköper-Geschichte auf feinem Papier gedruckt werden gerne als Souvenirs mit nach Hause genommen. „Viele kennen die Uhlenköper-Sage oder die Bedeutung des Goldenen Schiffs gar nicht und fragen dann danach“, sagt Marvin Meyer und bestätigt, dass man in der Touristinfo allzeit auf dem neuesten Stand des Wissens sein müsse. Und sogar die Wandteller aus Porzellan, die das Alte Uelzener Rathaus (noch im Originalzustand) zeigen, finden ihre Liebhaber. „Bei den Gästen aus den USA oder aus Russland sind die sehr beliebt“, weiß Heike Koopmann.

Von Ines Bräutigam

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