Stadtforstleiter und Leiterin des Waldkindergartens alarmiert wegen möglicher Giftköder

Gift: Kinder bleiben am Bauwagen

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Uelzen: Stadtforstleiter und Leiterin des Waldkindergartens alarmiert wegen möglicher Giftköder.

kah Uelzen. Die Nachricht, dass auch im Stadtwald nun Giftköder für Hunde vermutet werden, haben Stadtforst-Leiter Thomas Göllner und die Leitung des Kita-Zentrums St. Johannis gestern mit Besorgnis aufgenommen.

Falls es sich um Fleischstücke handelt, die tatsächlich Gift enthalten, bringen die nämlich auch die Tiere des Waldes in Gefahr – und möglicherweise ebenso die Kinder der Waldgruppe des Kita-Zentrums.

Greifvögel, Füchse, Marder, Wildschweine... Göllner zählt nur einige Tierarten auf, die ebenso von Giftködern fressen könnten. „Die verenden daran genauso jämmerlich wie Hunde“, sagt er. Das sei in keiner Weise zu tolerieren.

Noch alarmierter war gestern die Leiterin des St.-Johannis-Kita-Zentrums. Die Kinder der Waldgruppe verbringen jeden Vormittag bei einem Bauwagen im Wald. Göllner unterrichte die Gruppe, wenn etwas zu beachten sei. In diesem Fall habe Göllner nicht klar bestätigen können, dass auch im Bereich des Kindergartens akute Gefahr droht, erklärt Liesch. Dennoch sei man so verblieben, dass die Kinder bei ihrem Bauwagen bleiben sollen und nichts anfassen, geschweige denn essen sollen. Die Kinder selbst seien gewohnt, ihre Umgebung vorsichtig zu entdecken, weil mit ihnen beispielsweise besprochen wird, was im Wald giftig oder gefährlich ist.

Mitte Januar war ein Hund an einer Vergiftung gestorben, Anfang Februar entdeckte man mutmaßliche Giftköder bei der Stadthalle, am vergangenen Wochenende auch im Stadtwald.

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