Nasses Vergnügen auf der Gerdau: 44. Brühtrog-Rallye in Bohlsen

„Gewinner sind wir alle“

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Ohne nass zu werden, geht es nicht: Brühtröge sind als Wasserfahrzeuge eigentlich absolut ungeeignet. Dessen ungeachtet traten auch bei der 44. Brühtrog-Rallye neun Teams den Kampf gegen das Kentern an. Und als ob das nicht schon schwer genug wäre, gibt es zusätzlich Stationen, an denen die Teilnehmer bestimmte Aufgaben zu bewältigen haben – wie das Durchqueren eines Reifens.

aja Uelzen/Landkreis. „Alles festgebunden?“ Die wichtigste Frage an die Teams der Brühtrog-Rallye tönte noch vor dem Startkommando. Neun Mannschaften starteten am Wochenende in Bohlsen bei der 44. Brühtrog-Rallye der Uelzener Landjugend zu ihrer übermütigen Reise auf der Gerdau.

Eimer, Paddel und andere Utensilien müssen ordentlich am Brühtrog befestigt sein, bevor dieser mit „Mann und Maus“ über die Rampe ins Wasser gelassen wird. „Denn ohne den Schöpfeimer ist man im Brühtrog verloren“, bemerken die Teams schon Sekunden nach dem Eintauchen in das kühle Nass der Gerdau. „Einer schöpft und der andere paddelt.“ Das klingt zwar einfach, aber wer es noch nicht mitgemacht hat, weiß nicht, wie aussichtslos der Kampf gegen das Kentern tatsächlich ist. Denn für alle, die es noch nicht wussten: Ein Brühtrog ist absolut ungeeignet für die Personenbeförderung auf dem Wasser.

Aber eben das ist der große Spaß im kühlen Nass. „Gewinner sind wir alle“, sind sich Uwe und Nadine einig. „Wir waren noch nie erster“, lachen sie übermütig, „aber haben jedesmal gewonnen.“ Worin der Lustgewinn liegt, können die vielen Zuschauer auf der Brücke und an den Ufern nur erahnen. Sind es die meist verunglückten Aufgaben, die entlang des Bachlaufs auf die Teilnehmer warten, oder ist es das viele Wasser, das sie während der gesamten Brühtrog-Rallye umgibt? Während ein Gespann nach der dritten Station – bei der sich die Teilnehmer durch einen Fahrzeugreifen hangeln müssen – hinter der ersten Biegung aus dem Blickwinkel zu verschwinden droht, sitzen noch weitere vier Teams mit ihren Brühtrögen auf dem Trockenen. „Ist alles machbar“, erklärt Jan, der sich schon mal an den ersten Stationen umgeschaut hat, welche Aufgaben das Organisationsteam der Freiwilligen Jugendfeuerwehr Bohlsen in diesem Jahr für die Teilnehmer vorbereitet hat.

Aber nass werden alle Beteiligten. Sogar die Zuschauer an der Uferböschung sind vor dem Wasser nicht sicher. „Wenn meine Fotokamera morgen wieder funktioniert“, lacht eine Besucherin, deren Kamera Spritzwasser abgekriegt hat, „dann ist das noch mal gutgegangen.“ So gut wie jedes Jahr.

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