In den Startlöchern

Gewerkschaft fordert schnellere Ausbildung der Uelzener Anti-Terror-Einheit

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Eliteeinheit der Bundespolizei bei einer Übung: Neue Kräfte sollen an fünf Standorten verteilt sein.

Uelzen. Angesichts der jüngsten terroristischen Anschläge in Paris und der polizeilichen „Großlage“ in Hannover fordert die Bundespolizeigewerkschaft DPolG, die neu aufgestellte Uelzener Anti-Terror-Einheit schneller auszubilden und dann von allen sonstigen Aufgaben freizustellen.

„Sie muss sich hundertprozentig auf ihre neuen Aufgaben einstellen können“, betont der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Bundesbereitschaftspolizei, Sven Hoffmann.

Die 50 am Uelzener Hainberg stationierten Einsatzkräfte sollen Teil einer insgesamt 250 Mann starken Truppe sein, die in 50er Größen neben Uelzen noch im brandenburgischen Blumenberg, in Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen), Hünfeld (Hessen) und Bayreuth (Bayern) stationiert ist. Zunächst wurde jetzt die Blumenberger Einheit wegen ihrer Nähe zu Berlin ausgebildet, die Uelzener soll in 2016 folgen. Die Gewerkschaft fordert, dies angesichts der jüngsten Vorfälle schneller umzusetzen.

Die neue Einheit soll bei terroristischen Anschlägen zum Einsatz kommen. Denn die Spezialeinheit GSG 9 ist zu klein, um so genannte Großlagen wie jüngst in Hannover bewältigen zu können. Im Unterschied zur GSG 9 stehen die neuen Anti-Terror-Einheiten der Bundespolizei aber auch für den normalen Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Dies zu ändern, sei „zwingend erforderlich, um für ähnliche Anschläge in Deutschland polizeilich vorbereitet zu sein und die Landespolizisten, die wegen des jahrelangen Personalabbaus geschwächt wurden, rasch und wirksam unterstützen zu können“, erklärt Hoffmann.

Von Thomas Mitzlaff

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