Nach Gewalttat in Uelzen

Opfer berichtet der Polizei

Razzia in Hildesheim
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SEK-Kräfte waren nach der Gewalttat in Uelzen im Einsatz.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Auf einem Gehweg in Uelzen wird auf eine Frau eingeschlagen. Sie erleidet schwerste Kopf- und Augenverletzungen. Die Tat steht im Zusammenhang mit einem Fall der häuslichen Gewalt, erklärt nun die Polizei. Und: Das Opfer macht eine Aussage.

Uelzen – Die Frau, die am vergangenen Wochenende in Uelzen auf dem Gehweg vor ihrer Wohnung Opfer einer Gewalttat wurde und dabei schwerste Augen- und Kopfverletzungen davontrug, ist nach Auskunft von Polizeisprecher Kai Richter bei Bewusstsein und ansprechbar. Sie habe auch bereits Auskünfte gegenüber der Polizei machen können. „Wir gehen auch nicht davon aus, dass sie infolge der Verletzungen ihr Augenlicht verlieren wird“, sagt gestern Richter auf Nachfrage der AZ.

Ein 49-Jähriger soll zugeschlagen haben, als Mitbeschuldigter wird auch ein 30-Jähriger geführt. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat in Zusammenhang mit einem Fall von häuslicher Gewalt steht. Die Frau des 49-Jährigen soll sich nach Übergriffen zu ihrer Freundin, bei es sich um die jetzt Attackierte handelt, geflüchtet haben. Mit einem Baseballschläger und womöglich mit einer Schusswaffe, die als Knüppel verwendet wurde, soll die Freundin geschlagen worden sein.

Einen Baseballschläger stellten Beamte bei einer Festnahme der beiden Männer auch sicher. Wie berichtet, kam dabei ein Sondereinsatzkommando (SEK) zum Einsatz. Das sei gerufen worden, weil von einer Schusswaffe berichtet worden sei, erklärt Richter.

Aktuell wird wegen eines Falls von schwerer Körperverletzung ermittelt. Wie Richter erklärt, komme auch eine Anklage wegen versuchten Totschlags in Betracht. „Das steht im Raum. Wir haben dazu mit der Staatsanwaltschaft zu reden“, sagt Richter.

Inzwischen befinden sich die beiden Männer wieder auf freiem Fuß. Haftgründe hätten keine vorgelegen, sagt Kai Richter. Aber es habe eine sogenannte Gefährderansprache an die Beschuldigten gegeben, wonach sie aufgefordert worden seien, sich weder der Ehefrau noch der Attackierten zu nähern. Zurzeit laufen noch weitere Vernehmungen.

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