Eisschichten auf zugefrorenen Wasserflächen fürs Betreten noch zu dünn

Eis auf Gewässern: Knackt es oder knistert es, sofort runter

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Einige Wasserflächen sind zwar zugefroren, jedoch besteht bei Betreten Lebensgefahr.

Uelzen – Polizei, DLRG, Feuerwehr und die Johanniter-Unfall-Hilfe warnen ausdrücklich davor, zugefrorene Gewässer zu betreten.

Auch, wenn die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Tagen dazu geführt haben, dass Gewässer und Wasserflächen wie Bäche, Teiche und Seen mit einer Eisschicht überzogen sind, sind diese noch zu dünn, um darauf laufen zu können.

Besonders größere Wasserflächen könnten bei Betreten lebensgefährlich sein. „Weisen Sie insbesondere auch Kinder und Jugendliche auf die Gefahren hin und helfen Sie mit, Unfälle auf dem Eis zu vermeiden“, heißt es in der Mitteilung.

Wenn trotz aller Vorsicht dennoch jemand ins Eis einbricht, sollte sofort der Notruf 112 angerufen werden, teilen die Johanniter mit. „Selbstschutz geht vor. Ersthelfer dürfen niemals selbst das Eis betreten“, warnt Kersten Enke, Ausbildungsleiter der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Erst ab einer Stärke von 15 Zentimetern gelten Eisflächen als tragfähig und sicher. Im März 2018 war ein Mann mit seinem Hund auf dem Oldenstädter See eingebrochen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.

„Knisternde und knackende Geräusche sind ernste Alarmsignale für Bruchgefahr. Spätestens dann heißt es: Runter vom Eis!“, rät Kersten Enke. Nach der Rettung aus eiskaltem Wasser ist der Körper des Betroffenen stark unterkühlt – er sollte daher nicht unnötig bewegt werden, denn sonst drohe ein Kreislaufkollaps.

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